Das erste Quartal 2026 lieferte SAP solide Zahlen — und dennoch steht die Aktie auf Jahressicht fast 38 Prozent im Minus. Der Freitagssprung von gut sechs Prozent auf 148,74 Euro hat die Lage stabilisiert, eine echte Trendwende ist das aber noch nicht.
Cloud-Geschäft liefert das nötige Signal
Der Umsatz wuchs um sechs Prozent auf 9,56 Milliarden Euro — ordentlich, aber nicht spektakulär. Das eigentliche Argument lieferte das Cloud-Segment: Der Current Cloud Backlog stieg währungsbereinigt um 25 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro. Die Cloud-ERP-Suite legte sogar 30 Prozent zu.
CEO Christian Klein führt das Wachstum auf die steigende Nachfrage nach Business-AI-Lösungen zurück. Das ist auch deshalb relevant, weil der Markt zuletzt zunehmend besorgt war, ob generative KI-Modelle von Drittanbietern das Kerngeschäft von SAP mittelfristig unter Druck setzen könnten. Die Zahlen sprechen vorerst dagegen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?
Rückkaufpause und Hauptversammlung im Mai
Für die laufende Woche gibt es zwei operative Punkte. Ab Montag setzt SAP das Aktienrückkaufprogramm vorübergehend aus — bis zum 8. Mai, kurz nach der virtuellen Hauptversammlung am 5. Mai. Zuvor hatte der Konzern bereits rund 16 Millionen Aktien im Rahmen der ersten Tranche erworben.
Auf der Hauptversammlung stehen neben der Wahl von René Obermann zum designierten Aufsichtsratsvorsitzenden auch der Dividendenvorschlag von 2,50 Euro je Aktie zur Abstimmung.
KI-Monetarisierung als zweischneidiges Schwert
Ab Juli 2026 stellt SAP die Abrechnung bestimmter Business-AI-Funktionen auf ein verbrauchsbasiertes Modell um. Das eröffnet die Möglichkeit, KI-Nutzung direkt in Umsatz zu übersetzen — reduziert aber die Planbarkeit der Erlöse gegenüber klassischen Abonnements. Analysten sind gespalten, wie stark dieser Effekt ins Gewicht fällt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?
Parallel läuft die geplante Übernahme des US-Datenspezialisten Reltio, die SAPs KI-Agenten mit einer breiteren Datenbasis ausstatten soll. Der Abschluss wird für das zweite oder dritte Quartal 2026 erwartet.
Charttechnik: Stabilisierung, kein Durchbruch
Trotz des Freitagssprungs notiert die Aktie noch rund 27 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt bei 202,45 Euro. Der Bereich um 150 Euro fungiert als unmittelbarer Widerstand — erst ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde den Weg in Richtung gleitender Durchschnitte öffnen.
Die Analystenmeinungen klaffen weit auseinander: Morningstar sieht den fairen Wert bei 265 Euro, die DZ Bank mahnt mit einem Kursziel von 130 Euro zur Vorsicht. Welche Einschätzung sich als zutreffender erweist, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell das neue KI-Abrechnungsmodell ab Juli tatsächlich Umsatz generiert.
SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 26. April liefert die Antwort:
Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


