SAP steht unter Druck. Die Aktie des Softwarekonzerns notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief, während das Management heute bei der Morgan Stanley Technology Conference in San Francisco die strategische Ausrichtung verteidigen muss. Der Grund für die Nervosität: Enttäuschende Cloud-Kennzahlen aus dem vierten Quartal 2025 haben Zweifel geweckt, ob SAP die KI-Transformation schnell genug monetarisieren kann.
Auftragsbestand verfehlt Erwartungen
Die Skepsis hat einen konkreten Auslöser. Im vierten Quartal 2025 wuchs der Cloud-Auftragsbestand (CCB) um 25 Prozent in konstanten Währungen – knapp unter der Analystenerwartung von 25,7 Prozent. Gravierender noch: Die Cloud-Umsatzprognose für 2026 blieb hinter den Markterwartungen zurück.
Das zentrale Problem liegt tiefer. Investoren befürchten, dass die KI-Revolution traditionelle Softwaremodelle schneller verändert, als SAP neue Technologien in entsprechendem Umfang zu Geld machen kann. Muhammad Alam, Vorstand für Product & Engineering, soll heute ab 16:00 Uhr MEZ in einem Fireside Chat Antworten liefern. Der Webcast wird live übertragen.
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Operative Zahlen bleiben stark
Trotz der Börsenreaktion lieferte SAP 2025 solide Ergebnisse. Das IFRS-Betriebsergebnis verdoppelte sich nahezu auf 9,83 Milliarden Euro. Der Free Cashflow erreichte 8,24 Milliarden Euro. Für 2026 peilt das Management einen Cloud-Umsatz zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro an – ein Wachstum von 23 bis 25 Prozent.
Als Signal an den Markt kündigte SAP ein Aktienrückkaufprogramm über zehn Milliarden Euro binnen zwei Jahren an. Die vorgeschlagene Dividende liegt bei 2,50 Euro je Aktie. Die Diskrepanz zwischen operativer Stärke und Aktienkurs liegt bei rund 25 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt.
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Strategische Weichenstellungen
Parallel arbeitet SAP an der Verbreiterung seiner Cloud-Basis. Mit dem Investment in Avelios Medical bereitet der Konzern den Ausstieg aus dem klassischen Krankenhaus-IT-Geschäft bis 2030 vor. Das cloud-native System von Avelios läuft auf der SAP Business Technology Platform und nutzt deren KI-Services.
Die Migration des FC Bayern München auf RISE with SAP dient als Referenzprojekt. Über 9,5 Millionen Fan-Datensätze und 25.000 Produktdatensätze laufen jetzt in der Cloud – mit 99,9 Prozent Verfügbarkeit und EU-Datenhaltung.
Am 23. April 2026 folgen die Quartalszahlen für Q1. Dann muss SAP belegen, dass die Cloud-Pipeline wieder anzieht und die KI-Monetarisierung Fortschritte macht. Versprechen allein genügen dem Markt nicht mehr.
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