Während der US-Konkurrent Oracle massiv Stellen abbaut, wählt der Walldorfer Softwarekonzern einen anderen Weg. Mit einer neuen Vorstandsdivision und gezielten Zukäufen will SAP die KI-Integration bei seinen Kunden forcieren. Diese strategische Neuausrichtung fällt in eine Zeit, in der das Papier an der Börse einen schweren Stand hat.
KI-Fokus statt Entlassungswelle
Pünktlich zum heutigen 1. April bündelt das Unternehmen seine Vertriebs- und Servicebereiche in der neuen „Customer Value Group“. Unter der Leitung von Thomas Saueressig sollen Kunden nahtloser an Cloud- und KI-Lösungen herangeführt werden. Dass dieser Ansatz in der Praxis funktioniert, zeigt der jüngste Großauftrag der Campari Group. Der Spirituosenhersteller nutzt nun ein integriertes Cloud-System inklusive KI-Funktionen.
Um die Datenbasis für solche Anwendungen zu stärken, übernimmt SAP zudem den Spezialisten Reltio. Der Zukauf zielt darauf ab, KI-fähige Daten aus verschiedenen Systemen besser für Unternehmenskunden nutzbar zu machen. Der Abschluss dieser Transaktion ist für das zweite oder dritte Quartal 2026 geplant.
Milliardenprogramm stützt den Kurs
An der Börse spiegelt sich der operative Ausbau bislang nicht wider. Seit Jahresbeginn verbucht der Titel ein Minus von knapp 27 Prozent und notiert mit aktuell 147,76 Euro nur unwesentlich über dem erst Ende März markierten 52-Wochen-Tief von 142,34 Euro. Das Management hält mit einem massiven Aktienrückkaufprogramm dagegen. Bis Ende 2027 fließen bis zu zehn Milliarden Euro in eigene Anteilscheine. Diese Maßnahme signalisiert dem Markt in einem generell schwachen Branchenumfeld finanzielle Stabilität.
Nächster Prüfstein im April
Analysten lassen sich von der aktuellen Schwächephase kaum beeindrucken und rufen ein durchschnittliches Kursziel von 235,09 Euro aus. Der nächste konkrete Termin für Aktionäre folgt am 23. April 2026. An diesem Datum präsentiert das Management die Zahlen für das erste Quartal und liefert handfeste Fakten zur operativen Entwicklung während des laufenden Umbaus.
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