Starke Zahlen, hoher Cashflow, frische Aktienrückkäufe – und trotzdem bleibt ein Punkt der Bremsklotz: die Auftragspipeline in der Cloud. Genau dieser „Current Cloud Backlog“ entscheidet gerade mit darüber, wie viel Vertrauen der Markt SAPs Wachstum für 2026 wirklich schenkt. Wie belastbar ist die Cloud-Dynamik, wenn das Backlog-Wachstum nachlassen soll?
Bericht bestätigt – operative Leistung bleibt stark
SAP hat am 26. Februar den Integrierten Bericht für 2025 vorgelegt und zugleich den Jahresbericht (Form 20-F) bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Inhaltlich liefert das Papier vor allem Bestätigung: Die bereits im Januar kommunizierten Kennzahlen werden untermauert.
Operativ lief 2025 rund. Die Cloud-Erlöse legten um 23% zu (währungsbereinigt 26%). Die Cloud ERP Suite wuchs um 28% (währungsbereinigt 32%). Beim Non-IFRS-Betriebsergebnis meldete SAP ein Plus von 31%. Im vierten Quartal stach zudem der Free Cashflow hervor, der sich nahezu auf 8,24 Mrd. Euro verdoppelte.
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Der kritische Punkt: Cloud-Backlog schwächer als erwartet
Trotz der positiven Gesamtlage fokussiert sich der Markt auf eine Kennzahl, die als Frühindikator für künftige Cloud-Umsätze gilt. Beim „Current Cloud Backlog“ lag das währungsbereinigte Wachstum mit 25% leicht unter der Markterwartung von 26%. Zusätzlich dämpft SAP selbst die Erwartungen: Für 2026 dürfte das Backlog-Wachstum „leicht nachlassen“.
Für Nervosität sorgt auch, dass das Backlog zuletzt „nur“ um 16% auf 21,05 Mrd. Euro stieg und damit Erwartungen enttäuschte. Genau hier sitzt der Zweifel: Reicht die Pipeline, um die Wachstumsziele sauber zu tragen?
An der Börse spiegelt sich diese Skepsis im Trend: Mit 170,32 Euro zum Wochenschluss liegt die Aktie in den letzten 30 Tagen 13,79% im Minus und notiert nur knapp über dem 52‑Wochen‑Tief von 166,66 Euro (Abstand: 2,20%). Gleichzeitig bleibt der Abstand zum 52‑Wochen‑Hoch (271,60 Euro) deutlich.
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Ausblick 2026: Wachstum geplant – Rückflüsse an Aktionäre laufen
Für 2026 stellt SAP Cloud-Erlöse von 25,8 bis 26,2 Mrd. Euro in Aussicht (plus 23 bis 25%). Der Non-IFRS-Betriebsgewinn soll auf 11,9 bis 12,3 Mrd. Euro steigen, der Free Cashflow auf rund 10 Mrd. Euro. Als Treiber nennt das Management Unternehmens-KI und die SAP Business Data Cloud. Zudem erwartet SAP für 2026 und 2027 eine Beschleunigung des Gesamtumsatzwachstums.
Parallel dazu setzt SAP auf Kapitalrückführung: Vorgeschlagen ist eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie für 2025. Die Hauptversammlung findet am 5. Mai statt, die Auszahlung ist für den 8. Mai vorgesehen. Außerdem läuft ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu 10 Mrd. Euro, gestartet im Februar 2026 und geplant bis Ende 2027.
Am 23. April liefern die Q1-Zahlen 2026 den nächsten Härtetest: Dann dürfte sich zeigen, ob die Backlog-Dynamik tatsächlich nur leicht nachgibt – oder ob die Pipeline-Sorgen den Bewertungsdruck auf dem Kurs aufrechterhalten.
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