SAP hat einen juristischen Altfall hinter sich gebracht — und steht gleichzeitig vor neuen Belastungen. Während der Konzern sein Geschäftsmodell grundlegend umbaut, notiert die Aktie auf dem tiefsten Stand seit über zwei Jahren.
Teradata-Vergleich, neue Klagedrohung
Den Rechtsstreit mit Teradata hat SAP Mitte Februar mit einem Vergleich über 480 Millionen US-Dollar beigelegt. Ein Geschworenenprozess, der ursprünglich für Ende März angesetzt war, entfällt damit. Für SAP bedeutet das den Wegfall einer erheblichen Rechtsunsicherheit.
Allerdings tut sich unmittelbar eine neue juristische Front auf. Die Portnoy Law Firm erwägt eine Sammelklage wegen möglichen Wertpapierbetrugs im Namen von SAP-Investoren. Ausgangspunkt ist ein Kursrückgang im September 2024, nachdem bekannt wurde, dass das US-Justizministerium bereits seit 2022 wegen des Verdachts ermittelt, SAP habe Behörden systematisch überhöhte Preise berechnet.
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KI-Umbau mit offenem Ausgang
Parallel dazu treibt SAP-Chef Christian Klein einen tiefgreifenden strategischen Wandel voran. Das klassische Abonnementmodell soll künftig durch eine verbrauchsbasierte Abrechnung für KI-Dienste ersetzt werden — der Umstieg ist für Juli 2026 geplant. Gleichzeitig baut Klein eine neue Einheit mit mehreren Hundert Mitarbeitern auf, die KI-Anwendungen gemeinsam mit Kunden entwickeln soll.
Der Hintergrund dieser Beschleunigung: Laut Bloomberg haben Investoren zunehmend das Vertrauen in SAPs KI-Technologie verloren, insbesondere in den Assistenten Joule. Das Management reagiert mit strukturellen Maßnahmen — ob diese den Erwartungen gerecht werden, werden die Quartalszahlen am 23. April 2026 erstmals konkret zeigen.
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Rückkäufe gegen den Abwärtstrend
Die Aktie schloss zuletzt bei 152,80 Euro — rund 29 Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts von 215 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier knapp ein Viertel seines Wertes verloren.
SAP steuert dem Kursverfall mit einem laufenden Rückkaufprogramm entgegen. Allein zwischen dem 9. und 13. März erwarb der Konzern 50.000 eigene Aktien für insgesamt 8,4 Millionen Euro. Über zwei Jahre sind bis zu 10 Milliarden Euro für Rückkäufe eingeplant.
Die Bank of America hält SAP trotz der Kurskorrektur für deutlich unterbewertet: Das Analystenhaus stuft den Titel als Top-Pick für 2026 ein und verweist auf ein KGV von 23 bei einer erwarteten Gewinnwachstumsrate von 18 Prozent jährlich bis 2028. 37 Analysten prognostizieren für das laufende Jahr einen Umsatz von durchschnittlich 40,6 Milliarden Euro — rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr.
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