Erst der Absturz, dann die Erholung. SAP erlebte am Freitag eine scharfe Kehrtwende — ausgelöst durch starke Q1-Zahlen, die das Papier nach einem schwachen Donnerstag wieder deutlich nach oben trieben.
Donnerstag brachte doppelten Gegenwind
Der Vortag lief alles andere als rund. ServiceNow brach um 17 Prozent ein, nachdem das US-Unternehmen wegen Auftragsverschiebungen im Nahen Osten schwächere Wachstumsprognosen meldete. Das zog SAP mit nach unten — die Aktie schloss am Donnerstag rund sechs Prozent im Minus bei 140,10 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp 26 Prozent.
Die nach US-Börsenschluss veröffentlichten Quartalsergebnisse lieferten die Wende.
Zahlen schlagen Konsens auf breiter Front
SAP steigerte den Umsatz im ersten Quartal um sechs Prozent auf 9,6 Milliarden Euro. Der Cloud-Umsatz legte währungsbereinigt um 27 Prozent auf 5,96 Milliarden Euro zu — Analysten hatten mit 5,87 Milliarden gerechnet. Das Wachstum beschleunigte sich damit gegenüber dem Vorquartal.
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Besonders stark zeigte sich das Cloud-ERP-Kerngeschäft mit einem währungsbereinigten Plus von 30 Prozent. Das operative Ergebnis auf Non-IFRS-Basis kletterte um 24 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro und übertraf den Konsens von 2,7 Milliarden deutlich. Die operative Marge stieg auf 30,0 Prozent, nach 27,2 Prozent im Vorjahr.
Der Current Cloud Backlog — die gesicherten Aufträge auf Sicht von zwölf Monaten — wuchs währungsbereinigt um 25 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro. Analysten hatten 24,1 Prozent Wachstum erwartet. Trotz des leichten Fehlens beim Backlog-Tempo werteten Marktbeobachter die Zahl als positiv, weil sie die Sichtbarkeit künftiger Erlöse untermauert.
Der laufende Umbau des Geschäftsmodells hinterlässt weiter Spuren: Software-Lizenzen und Support-Erlöse gaben um zwölf Prozent nach.
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Ausblick bestätigt, Dividende vorgeschlagen
Den Jahresausblick hielt SAP unverändert. Für 2026 plant der Konzern einen Cloud-Umsatz von 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro sowie ein Non-IFRS-Betriebsergebnis von 11,9 bis 12,3 Milliarden Euro. Allerdings erwartet SAP das Umsatzwachstum nun auf ähnlichem Niveau wie 2025 — eine zuvor angedeutete Beschleunigung fällt damit weg.
Aufsichtsrat und Vorstand schlagen den Aktionären eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 vor. Das entspricht einem Plus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Über den Vorschlag entscheidet die Hauptversammlung am 5. Mai 2026.
Das milliardenschwere Aktienrückkaufprogramm läuft parallel weiter. Die erste Tranche über rund 2,6 Milliarden Euro schloss SAP bis Anfang April ab.
Am Freitag legte die Aktie rund sieben Prozent zu und notierte zuletzt bei 149,76 Euro. Der nächste wichtige Termin für Investoren ist die Financial Analyst Conference im Rahmen der SAP Sapphire in Orlando am 13. Mai 2026 — dort dürfte das Management den Wachstumskurs konkretisieren.
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