SAP rückt von seinem traditionellen Geschäftsmodell ab. Ab Juli zahlen Kunden für Künstliche Intelligenz nur noch nach tatsächlicher Nutzung. Feste Abonnements für KI-Dienste gehören damit der Vergangenheit an. Dieser Schritt birgt kurzfristig Risiken bei der Planbarkeit, könnte aber das langfristige Wachstum in einem dynamischen Markt sichern.
Abschied von starren Lizenzen
CEO Christian Klein reagiert mit dem Strategiewechsel auf den technologischen Wandel. KI-Agenten übernehmen zunehmend Aufgaben von Mitarbeitern. Dadurch verlieren klassische Pro-Kopf-Lizenzen ihren Sinn. Parallel dazu schickt der Softwarekonzern ab Sommer spezielle Entwicklerteams direkt zu den Kunden. Diese Einheiten sollen maßgeschneiderte KI-Lösungen vor Ort aufbauen. Das Ziel: Die Implementierung deutlich beschleunigen.
Nervosität vor den Quartalszahlen
Am Donnerstagabend legt SAP die Bücher für das erste Quartal offen. Die Erwartungen sind klar definiert. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Cloud-Umsatzplus von 18 Prozent. Beim operativen Ergebnis steht ein Zuwachs von rund elf Prozent im Raum.
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Anleger blicken mit gemischten Gefühlen auf den Termin. Seit Jahresbeginn hat die SAP-Aktie rund 24 Prozent an Wert verloren. Am Freitag ging das Papier bei 153,40 Euro aus dem Handel. Der Abstand zum Rekordhoch bleibt mit über 40 Prozent gewaltig.
Ein kritischer Faktor bleibt der Auftragsbestand im Cloud-Geschäft. Im Januar hatte SAP die Erwartungen hier leicht verfehlt. Investoren fordern nun Beweise für eine effiziente Umwandlung von Verträgen in harte Umsätze.
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Skepsis trifft auf Zuversicht
Unter Analysten herrscht derweil Uneinigkeit. Barclays rät weiterhin zum Kauf und ruft ein Kursziel von 220 Euro auf. JPMorgan positioniert sich deutlich vorsichtiger. Die US-Bank bewertet das Papier mit „Neutral“ und sieht den fairen Wert bei 175 Euro. Als Gründe nennen die Experten mögliche Budgetkürzungen bei US-Kunden durch neue Zölle.
Die anstehende Telefonkonferenz am späten Donnerstagabend liefert die nächsten harten Fakten. CEO Klein und Finanzchef Dominik Asam müssen die finanzielle Tragweite des neuen Preismodells beziffern. Obendrein erwartet der Markt eine klare Bestätigung der Wachstumsziele für 2026. Gelingt diese Überzeugungsarbeit nicht, rückt das jüngste Jahrestief bei knapp 139 Euro schnell wieder in den Fokus.
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