Das 10-Milliarden-Rückkaufprogramm verpufft wirkungslos. SAP markierte am Freitag ein neues 52-Wochen-Tief bei 139,12 Euro — und der Abverkauf zeigt, dass Kapitalmaßnahmen allein das Vertrauen der Investoren gerade nicht zurückgewinnen.
Rückkäufe gegen den Strom
Zwischen dem 30. März und 1. April erwarb SAP knapp 2,35 Millionen eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 147,07 Euro — ein Einsatz von rund 345 Millionen Euro. Bis Juli 2026 sollen insgesamt 2,6 Milliarden Euro des Gesamtvolumens investiert sein. Die Verkaufsorders überwiegen dennoch deutlich.
Zur Belastung durch die allgemeine Tech-Schwäche kommen hausgemachte Unsicherheiten. CEO Christian Klein warnte am Donnerstag öffentlich vor „kurzfristigen Schmerzen“ beim laufenden Umbau zur KI-Cloud-Architektur. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass SAPs Industriekunden wegen der US-Importzölle ihre IT-Budgets kürzen — und teure Cloud-Migrationen verschieben könnten. Genau diese Migrationen sind jedoch der Kern von SAPs mittelfristiger Wachstumsstrategie.
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Was die Quartalszahlen zeigen müssen
Mit der angekündigten Übernahme von Reltio, einem Spezialisten für Master-Data-Management, will SAP seine Dateninfrastruktur für KI-Anwendungen ausbauen. Der Abschluss ist für das zweite oder dritte Quartal 2026 geplant. Ob der strategische Kurs aufgeht, werden die Q1-Zahlen am 23. April zeigen.
Entscheidend wird dabei der „Current Cloud Backlog“ sein — der Frühindikator für künftige Cloud-Umsätze. Nur ein robustes Wachstum dieser Kennzahl dürfte das Vertrauen der Investoren stabilisieren. Bis dahin notiert die Aktie rund 33 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — ein Niveau, das den Druck auf das Management deutlich spürbar macht.
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