Der Softwarekonzern kämpft derzeit an zwei Fronten. Während Analysten noch den leichten Rückschlag beim wichtigen Cloud-Wachstum verdauen, zwingen nun kritische Sicherheitslücken in zentralen Systemen zum Handeln. Diese Gemengelage drückte den Kurs in der vergangenen Woche auf den tiefsten Stand seit einem Jahr.
Höchste Warnstufe bei Software-Lücken
Im Rahmen des jüngsten Patch-Zyklus musste das Unternehmen 15 neue Sicherheitshinweise veröffentlichen. Darunter fallen zwei Schwachstellen in die höchste Warnstufe. Besonders gravierend ist ein Fehler im Bereich Quotation Management Insurance, der es Angreifern unter bestimmten Bedingungen ermöglicht, remote Schadcode auszuführen. Eine weitere kritische Lücke erlaubt das Hochladen nicht vertrauenswürdiger Daten. Ob diese Schwachstellen bereits aktiv ausgenutzt wurden, ließ der Konzern bislang offen.
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Cloud-Wachstum bremst die Euphorie
Die IT-Sicherheitsmeldung trifft auf eine ohnehin verunsicherte Anlegerschaft. Ursächlich für die aktuelle Talfahrt sind die Jahreszahlen für 2025. Das währungsbereinigte Wachstum des Cloud-Auftragsbestands verfehlte mit 25 Prozent knapp die vom Management angedeuteten 26 Prozent. Diese minimale Abweichung reichte aus, um die Wachstumsprognosen für das laufende Jahr leicht zu dämpfen.
Die Quittung folgte an der Börse: Am vergangenen Mittwoch markierte der Titel bei 164,96 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresanfang steht mittlerweile ein Minus von knapp 18 Prozent zu Buche. Der deutliche Abstand von über 23 Prozent zur 200-Tage-Linie unterstreicht den etablierten Abwärtstrend.
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Trotz der jüngsten Korrektur bleiben die Experten mehrheitlich optimistisch. Sie passen jedoch ihre Erwartungen an das moderatere Tempo an. Die jüngsten Kurszielsenkungen spiegeln dies wider:
- Barclays: Kursziel von 348 auf 283 US-Dollar gesenkt (Kaufempfehlung bestätigt)
- BMO Capital: Kursziel von 320 auf 245 US-Dollar reduziert (Outperform bestätigt)
Blick auf den April
Richtungsweisende Impulse stehen bereits im Kalender. Am 23. April 2026 wird der Konzern seine Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen. Dann muss das Management belegen, ob das neue KI-Angebot bereits zu zählbaren Vertragsabschlüssen führt und den leichten Rücksetzer im Cloud-Geschäft kompensieren kann. Bis dahin stützt ein laufendes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 10 Milliarden Euro die Notierung nach unten ab.
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