Während SAP-Aktionäre heute ihre Dividende erhalten, bereitet sich der Konzern auf einen der wichtigsten Kapitalmarkttermine des Jahres vor. Am 13. Mai präsentiert das Management in Orlando Investoren und Analysten, was SAPs KI-Strategie konkret leisten soll — und das vor dem Hintergrund solider, aber nicht makelloser Quartalszahlen.
Dividende fließt, Konferenz folgt
Die Hauptversammlung vom 5. Mai beschloss eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025. Die Auszahlung durch die depotführenden Banken erfolgte heute, am 8. Mai. Die Gesamtsumme beläuft sich auf rund 2,88 Milliarden Euro.
Fünf Tage später steht die Finanzanalystenkonferenz im Rahmen von SAP Sapphire an. CEO Christian Klein, COO Sebastian Steinhaeuser und CTO Philipp Herzig werden erläutern, wie SAP die Grundlage für KI-gestützte Geschäftsergebnisse legt. Das Event findet vom 11. bis 13. Mai im Orange County Convention Center statt.
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Starkes Q1, aber mit Vorbehalt
Die Ausgangslage für die Konferenz ist ordentlich. Der Cloud-Umsatz wuchs im ersten Quartal 2026 um 27 Prozent auf rund 5,96 Milliarden Euro, die Cloud-ERP-Suite-Erlöse legten sogar um 30 Prozent zu. Das Non-IFRS-Betriebsergebnis stieg um 24 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro, die operative Marge verbesserte sich auf 30,0 Prozent.
Allerdings blieb der Gesamtumsatz hinter den Erwartungen zurück — trotzdem bestätigte SAP den Jahresausblick. Für 2026 peilt der Konzern Cloud-Erlöse zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro an, das Non-IFRS-Betriebsergebnis soll 11,9 bis 12,3 Milliarden Euro erreichen.
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Einen Wermutstropfen liefert SAP selbst: Quartalssspezifische Effekte hätten das Cloud-Wachstum im ersten Quartal positiv verzerrt, weshalb im zweiten Quartal eine Verlangsamung erwartet wird. Geopolitische Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, nennt das Unternehmen als weiteren Unsicherheitsfaktor für das Gesamtjahr.
Dremio als strategischer Zukauf
Kurz vor der Sapphire-Konferenz intensiviert SAP seine Akquisitionsstrategie. Die geplante Übernahme von Dremio soll eine offene Data-Lakehouse-Plattform ins Portfolio bringen, die agentische KI beschleunigen und die SAP Business Data Cloud stärken soll. Vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen ist der Abschluss für das dritte Quartal 2026 geplant.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 149 Euro — gut 43 Prozent unter dem Niveau vor zwölf Monaten. Mit einem RSI von 75,5 zeigt der Kurs kurzfristig überkaufte Signale, obwohl er noch rund drei Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt liegt. Ob die Sapphire-Konferenz neue Impulse setzt, hängt maßgeblich davon ab, wie konkret Klein und sein Team die KI-Monetarisierung skizzieren.
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