Nach Informationen des Handelsblatts vom 1. Oktober hat SAP mit dem Betriebsrat der Dachgesellschaft eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2028 vereinbart. Bei anstehenden Reorganisationen sollen betroffenen Mitarbeitern alternative Stellen im Konzern angeboten werden.

Zudem sind Weiterbildungen für neue Aufgaben vorgesehen, während das Gehaltsniveau bei Versetzungen erhalten bleiben soll. Für die deutsche Vertriebseinheit befand sich eine entsprechende Vereinbarung zu diesem Zeitpunkt noch in Arbeit.

Fortlaufende Aktienrückkäufe über die Börse

Parallel dazu setzt das Unternehmen seine Rückkaufaktivitäten am Kapitalmarkt fort. Gestern meldete SAP, vom 28. September bis einschließlich 2. Oktober insgesamt 50.000 eigene Aktien über das Handelssystem Xetra erworben zu haben. Damit belief sich das kumulierte Rückkaufvolumen bis zum Stichtag auf 8.945.886 Anteile. Bereits in den vorangegangenen Wochen hatte das Unternehmen regelmäßig eigene Aktien über den Markt eingezogen.

Die Maßnahmen begleiten eine Phase geschäftlicher Neuausrichtung und anhaltender Investitionen. Durch den Erwerb eigener Papiere stützt SAP die Kapitalstruktur, während interne Restrukturierungen geregelt ablaufen.

Partnerschaften bei Cloud und Personalentwicklung

Auch im operativen Geschäft meldete das Unternehmen vor dem Monatswechsel Fortschritte. Die Städtischen Verkehrsbetriebe Bern treiben ihre Modernisierung gemeinsam mit SAP voran. Das Verkehrsunternehmen nutzt dabei Lösungen für die Cloud, neue Planungsprozesse, digitale HR-Werkzeuge sowie eine Architektur für künftige KI-Anwendungen.

Darüber hinaus vereinbarte SAP am 29. September eine Kooperation mit Petroleum Development Oman. Das Vorhaben verknüpft das Digital Innovation Program des Partners mit dem konzerneigenen Young Professionals Program, um digitale Fähigkeiten und Karrierewege für Nachwuchskräfte im Oman zu fördern.

Zuversicht bei Analysten vor den Quartalszahlen

Auf Analystenseite stießen die operativen Aussichten auf Zustimmung. Am 22. September hob das Analysehaus Jefferies das Kursziel für die SAP-Aktie von 210 auf 220 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Die Experten begründeten diesen Schritt unter anderem mit der Erwartung eines robusten Auftragseingangs sowie eines ruhigeren dritten Quartals.

Am gestrigen Montag ging das Papier bei 185,50 Euro aus dem Handel und notierte damit über dem 50-Tage-Durchschnitt von 180,65 Euro.

Einen detaillierten Einblick in den Geschäftsverlauf liefert der anstehende Finanzbericht. SAP kündigte die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 für den 21. Oktober um 22:05 Uhr an. Die anschließende Konferenz für Investoren soll am selben Abend um 23:00 Uhr stattfinden.