Während die SAP-Aktie seit Jahresbeginn rund 28 Prozent verloren hat und sich ihr Kurs seit dem Rekordhoch bei 280 Euro nahezu halbiert hat, schlägt der Konzern seinen Aktionären eine Dividendenerhöhung vor. Ein ungewöhnliches Bild: operative Zuversicht auf dem Papier, Korrekturphase im Chart.
Dividende steigt auf 2,50 Euro
Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung eine Ausschüttung von 2,50 Euro je Aktie vor — ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtausschüttung würde sich damit auf rund 2,9 Milliarden Euro belaufen, was einer Ausschüttungsquote von 40,7 Prozent entspricht. Seit dem Börsengang 1988 hat SAP die Dividende nie gesenkt; die neue Dividendenpolitik sieht eine Mindestausschüttung von 40 Prozent des Non-IFRS-Konzernergebnisses vor.
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Die Termine im Mai stehen fest: Hauptversammlung am 5. Mai (virtuell), Ex-Tag am 6. Mai, Auszahlung am 8. Mai.
Zölle belasten das Kernklientel
Das eigentliche Spannungsfeld liegt woanders. SAPs Kundenstamm ist traditionell stark im produzierenden Gewerbe verankert — genau jene Branchen, die von einer zollbedingten Konjunkturabkühlung am härtesten getroffen werden. Anleger befürchten, dass Industriekunden Investitionen zurückhalten und damit auch den Wechsel in die Cloud verzögern.
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Die direkte Betroffenheit des Konzerns selbst bleibt überschaubar: Weniger als 10 Prozent des weltweiten Umsatzes entfallen auf die Region Asien/Pazifik inklusive China. Das Cloud-Modell macht SAP zudem weniger abhängig von Lieferketten und Zollgrenzen als klassische Hardwarehersteller.
Q1-Zahlen als nächste Bewährungsprobe
Am 23. April veröffentlicht SAP seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Im Mittelpunkt stehen das Cloud-Umsatzwachstum und der aktuelle Cloud-Bestand — beide gelten als Frühindikator dafür, ob Kunden ihre Migrationspläne trotz wirtschaftlicher Unsicherheit fortsetzen. Analysten erwarten für das Gesamtjahr 2026 einen Umsatz von durchschnittlich 40,6 Milliarden Euro, was einem Wachstum von rund 10 Prozent gegenüber den vergangenen zwölf Monaten entspräche. Ob SAP diesen Pfad bestätigen kann, wird der Quartalsbericht in drei Wochen zeigen.
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