SAP kauft zu, während der Kurs fällt. Die am Freitag angekündigte Übernahme des Datenspezialisten Reltio soll die KI-Fähigkeiten des Konzerns stärken — doch an der Börse kommen solche Meldungen derzeit kaum an.
JPMorgan zieht die Handbremse
Den stärksten Einfluss auf die Kursentwicklung der vergangenen Woche hatte eine Neubewertung durch JPMorgan. Am 24. März stuften die Analysten den Titel von „Overweight“ auf „Neutral“ herab und senkten das Kursziel drastisch von 260 auf 175 Euro. Als Begründung nannten sie eine Verlangsamung des Cloud-Auftragsbestands sowie strategische Unsicherheiten. Das Ergebnis: Innerhalb eines Monats verlor die Aktie rund 15 Prozent und markierte zuletzt mit 142,34 Euro ein neues 52-Wochen-Tief — fast 48 Prozent unter dem Jahreshoch von 271,60 Euro aus dem Juni 2025.
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Erschwerend kommt hinzu, dass die Q4-Zahlen vom Januar die Erwartungen verfehlt hatten. SAP meldete für das vierte Quartal 2025 einen Non-IFRS-Gewinn je Aktie von 1,62 Euro bei einem Umsatz von 9,68 Milliarden Euro — beides unter den Analystenschätzungen.
Reltio als KI-Fundament
Strategisch setzt SAP trotzdem auf Expansion. Mit der Übernahme von Reltio, einem Anbieter im Bereich Master Data Management, will der Konzern seine Business Data Cloud ausbauen und Unternehmensdaten — auch aus Nicht-SAP-Systemen — KI-tauglich machen. Der Abschluss der Transaktion ist für das zweite oder dritte Quartal 2026 geplant, behördliche Genehmigungen vorausgesetzt.
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Dass institutionelle Investoren die Schwäche teilweise als Einstiegsgelegenheit werten, zeigt der Schritt von Generali Investments CEE: Der Investor kaufte im vierten Quartal 2025 knapp 56.000 SAP-Aktien für rund 13,7 Millionen US-Dollar. Im Gesamtanalystenkonsens gilt der Titel weiterhin als „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von rund 305 US-Dollar — weit über dem aktuellen Kurs und dem neuen JPMorgan-Ziel.
Ein weiterer Termin im Kalender: Am 6. Mai 2026 ist das Ex-Datum für die geplante Dividende von 2,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025. Ob das als kurzfristige Stütze reicht, hängt davon ab, ob SAP beim nächsten Zahlenwerk die gesunkenen Erwartungen erfüllen kann.
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