Während Oracle mit dem Abbau von bis zu 30.000 Stellen Schlagzeilen macht, hält SAP an seiner Belegschaft fest — und setzt stattdessen auf Kooperationen mit NVIDIA und Microsoft, um im KI-Rennen mitzuhalten. Zwei grundlegend verschiedene Wetten auf die Zukunft des Enterprise-Software-Markts.
Der Kontrast könnte kaum größer sein. Oracle streicht massiv Personal, um Kapital für den Aufbau eigener Rechenzentrumsinfrastruktur freizusetzen. TD Cowen schätzt, dass die Stellenstreichungen einen zusätzlichen freien Cashflow von acht bis zehn Milliarden Dollar generieren könnten. SAP hingegen kauft diese Infrastruktur bei anderen ein und konzentriert sich auf das, was die Walldorfer als ihren eigentlichen Vorteil sehen: die Veredelung von Unternehmensdaten durch KI.
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Ernüchternde Zahlen auf Kundenseite
Das klingt schlüssig — bis man den DSAG-Investitionsreport 2026 liest. Demnach greifen 77 Prozent der befragten Mitglieder, die KI produktiv einsetzen, auf Nicht-SAP-Lösungen zurück. Nur drei Prozent nutzen SAPs eigene KI-Tools. Das ist kein Randproblem, sondern ein strukturelles Signal, das Anleger derzeit einpreisen — und das erklärt zumindest einen Teil des Kursrückgangs von rund 27 Prozent seit Jahresbeginn.
Ab Juli 2026 will SAP seine KI-Dienste zudem nicht mehr per Abonnement, sondern nutzungsabhängig abrechnen. Das Modell tauscht planbare Erlöse gegen schwerer kalkulierbare Einnahmen — ein Übergang, der in der Übergangsphase typischerweise für Unsicherheit sorgt.
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Rückkaufprogramm pausiert, Q1-Zahlen nahen
Immerhin stützt SAP den Kurs aktiv: Im Rahmen des bis Ende 2027 laufenden Rückkaufprogramms sollen bis spätestens 27. Juli 2026 Aktien im Wert von bis zu 2,6 Milliarden Euro zurückgekauft werden. Vorübergehend ruht das Programm allerdings — zwischen dem 27. April und dem 8. Mai 2026, zur rechtssicheren Durchführung der Hauptversammlung.
Genau in dieses Fenster fällt der nächste entscheidende Termin: Am 23. April legt SAP seine Q1-Zahlen vor. Analysten bleiben konstruktiv und erwarten für 2026 einen Gewinn je Aktie von 7,31 Euro — ein Plus von rund 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahlen werden zeigen, ob SAPs Partnerschaftsmodell bei den Kunden tatsächlich ankommt oder ob die schwache KI-Adoptionsrate im eigenen Ökosystem bereits Spuren in den Cloud-Erlösen hinterlässt.
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