Ruhephase vor den Zahlen für das dritte Quartal

Seit Montag befindet sich SAP in der traditionellen Ruhephase vor den nächsten Finanzdaten. Der Softwarekonzern wird die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 am 21. Oktober veröffentlichen. Für Marktteilnehmer markiert dieser Termin den entscheidenden Prüfstein für die Geschäftsentwicklung im Spätsommer.

Im Vorfeld dieser Veröffentlichung herrscht an der Börse verhaltene Zuversicht. Am Markt gewinnt die Aktie heute 1,8 Prozent auf 187,74 Euro. Zugleich bleibt der Blick auf die fundamentalen Treiber gerichtet, die das Unternehmen durch das laufende Geschäftsjahr tragen sollen.

Stütze durch das laufende Rückkaufprogramm

Parallel zum operativen Geschäft stützt das Unternehmen den Kurs über den Kapitalmarkt. Am 29. September meldete SAP eine weitere Zwischenmeldung zum Aktienrückkauf. In der vorangegangenen Handelswoche kaufte der Konzern 590.000 eigene Aktien zurück. Das dafür aufgewendete Gesamtvolumen betrug 108.368.601,00 Euro.

Damit beläuft sich die Gesamtzahl der im laufenden Programm erworbenen Anteilsscheine auf 8.895.886 Stück. Diese Transaktionen unterstreichen das Bestreben des Managements, liquide Mittel an die Anteilseigner zurückzuführen.

Hoffnungsträger Cloud und künstliche Intelligenz

Strategisch setzt der Softwarehersteller derweil auf neue Partnerschaften und Innovationen. Gestern kündigte NetApp an, die bestehende Kooperation mit SAP vertiefen zu wollen. Vorgesehen ist die Prüfung einer cloud-nativen Integration von NetApp-Funktionen in die SAP Cloud Infrastructure.

Zugleich forciert der Konzern seine Initiativen rund um künstliche Intelligenz. Am 15. September meldete SAP die Verfügbarkeit von TabPFN-3.5 Plus in SAP AI Core. Das Modell soll als nächster Entwicklungsschritt für tabellarische KI-Prognosen dienen.

Die Bedeutung dieser Technologie hob CEO Christian Klein am Montag hervor. Gegenüber der dpa erklärte Klein, neue KI-Produkte böten eine historische Chance für deutliches Wachstum. Die Chance, dass SAP noch einmal über sich hinauswachse, sei nie größer gewesen.

Gemischte Erwartungen vor dem Berichtstermin

Trotz der strategischen Zuversicht gibt es im Vorfeld des Quartalsberichts auch vorsichtige Stimmen. Vor gut einer Woche verwies die Bank of America auf eine mögliche kontrollierte Verlangsamung beim Wachstum des Cloud-Auftragsbestands. Das Institut beließ seine Einstufung auf „Buy“ mit einem Kursziel von 226 Euro. Zurückhaltender positionierte sich JPMorgan mit einem Ziel von 175 Euro.

Die Vorlage am 21. Oktober wird zeigen, wie stark sich das operative Momentum tatsächlich darstellt. Trotz der heutigen Zugewinne notiert der Titel 22 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Der anstehende Quartalsbericht dürfte für die weitere Richtung an der Börse ausschlaggebend sein.