SAP: Barclays sieht 220-Euro-Potenzial

SAP kämpft mit Kursverlusten und setzt auf die Sapphire-Konferenz, um die KI-Strategie zu untermauern. Analysten sehen Chancen, bleiben aber teils vorsichtig.

SAP Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursrückgang von fast 30 Prozent
  • Cloud-Erlöse steigen um 27 Prozent
  • Analysten bewerten Chancen neu
  • Reltio-Übernahme als KI-Baustein

Nach einem Kurssturz von fast 30 Prozent seit Jahresbeginn steht SAP unter Zugzwang. Der Softwarekonzern hat mit seinen jüngsten Quartalszahlen zwar beim operativen Gewinn gepunktet, beim Gesamtumsatz aber enttäuscht. Nun rückt die anstehende Fachkonferenz Sapphire in den Fokus. Dort muss das Management beweisen, dass die eigene Strategie rund um Künstliche Intelligenz mehr als nur ein Versprechen ist.

Analysten bewerten Chancen neu

Die britische Investmentbank Barclays sieht das Chance-Risiko-Profil der Aktie nach der jüngsten Kursschwäche deutlich verbessert. Analyst Sven Merkt belässt seine Einstufung auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 220 Euro. Er wertet die Sapphire-Konferenz als ideale Bühne für SAP, um Investoren von den operativen Fortschritten im KI-Bereich zu überzeugen.

JP Morgan ordnet die Lage vorsichtiger ein. Das Votum bleibt auf „Neutral“, das Kursziel liegt bei 175 Euro. Analyst Toby Ogg lobt zwar den besser als erwarteten Cloud-Auftragsbestand im ersten Quartal. Er bemängelt jedoch, dass das Konzernwachstum im Gesamtjahr nicht mehr beschleunigen soll, sondern lediglich auf Vorjahresniveau verharrt.

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Cloud wächst, Prognose mit Vorbehalt

Die Zahlen zum ersten Quartal zeichnen ein klares Bild der operativen Entwicklung. Die Cloud-Erlöse kletterten währungsbereinigt um 27 Prozent nach oben. Parallel dazu stieg das Betriebsergebnis um 17 Prozent, wodurch sich die operative Marge spürbar verbesserte. Der Gesamtumsatz verfehlte die Markterwartungen allerdings.

Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand an seinen Zielen fest. SAP rechnet weiterhin mit einem zweistelligen Milliardenbetrag beim Cloud-Umsatz und beim operativen Gewinn. Das Management knüpft diese Prognose explizit an zwei Bedingungen: eine Deeskalation im Nahen Osten und den Abschluss der Reltio-Übernahme.

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Datenfundament für die KI-Cloud

Ein zentraler Baustein für die künftige Ausrichtung ist Reltio. SAP hat eine Vereinbarung zur Übernahme des Softwareanbieters unterzeichnet. Die Technologie bereinigt und konsolidiert Unternehmensdaten aus verschiedenen Quellen zu einheitlichen Datensätzen. Damit will SAP seinen Kunden helfen, ihre Systeme fit für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu machen.

Der Abschluss der Transaktion ist für das zweite oder dritte Quartal geplant. Voraussetzung dafür sind die üblichen behördlichen Genehmigungen. Anschließend soll Reltio in die bestehende Daten-Cloud des Konzerns integriert werden.

An der Börse spiegelt sich die angespannte Lage wider. Bei einem aktuellen Kurs von 145,86 Euro notiert die Aktie fast die Hälfte unter ihrem Rekordhoch vom vergangenen Sommer. Auf der Sapphire-Konferenz plant SAP nun, bedeutende Portfolioänderungen anzukündigen. Liefert das Management dort konkrete Produktankündigungen, könnte sich der Kurs von seinen jüngsten April-Tiefständen weiter absetzen.

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Über Dieter Jaworski 3610 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

Meine Expertise & Arbeitsweise: Transparenz und klare Regeln

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Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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