Nach einem Kurssturz von fast 30 Prozent seit Jahresbeginn steht SAP unter Zugzwang. Der Softwarekonzern hat mit seinen jüngsten Quartalszahlen zwar beim operativen Gewinn gepunktet, beim Gesamtumsatz aber enttäuscht. Nun rückt die anstehende Fachkonferenz Sapphire in den Fokus. Dort muss das Management beweisen, dass die eigene Strategie rund um Künstliche Intelligenz mehr als nur ein Versprechen ist.
Analysten bewerten Chancen neu
Die britische Investmentbank Barclays sieht das Chance-Risiko-Profil der Aktie nach der jüngsten Kursschwäche deutlich verbessert. Analyst Sven Merkt belässt seine Einstufung auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 220 Euro. Er wertet die Sapphire-Konferenz als ideale Bühne für SAP, um Investoren von den operativen Fortschritten im KI-Bereich zu überzeugen.
JP Morgan ordnet die Lage vorsichtiger ein. Das Votum bleibt auf „Neutral“, das Kursziel liegt bei 175 Euro. Analyst Toby Ogg lobt zwar den besser als erwarteten Cloud-Auftragsbestand im ersten Quartal. Er bemängelt jedoch, dass das Konzernwachstum im Gesamtjahr nicht mehr beschleunigen soll, sondern lediglich auf Vorjahresniveau verharrt.
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Cloud wächst, Prognose mit Vorbehalt
Die Zahlen zum ersten Quartal zeichnen ein klares Bild der operativen Entwicklung. Die Cloud-Erlöse kletterten währungsbereinigt um 27 Prozent nach oben. Parallel dazu stieg das Betriebsergebnis um 17 Prozent, wodurch sich die operative Marge spürbar verbesserte. Der Gesamtumsatz verfehlte die Markterwartungen allerdings.
Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand an seinen Zielen fest. SAP rechnet weiterhin mit einem zweistelligen Milliardenbetrag beim Cloud-Umsatz und beim operativen Gewinn. Das Management knüpft diese Prognose explizit an zwei Bedingungen: eine Deeskalation im Nahen Osten und den Abschluss der Reltio-Übernahme.
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Datenfundament für die KI-Cloud
Ein zentraler Baustein für die künftige Ausrichtung ist Reltio. SAP hat eine Vereinbarung zur Übernahme des Softwareanbieters unterzeichnet. Die Technologie bereinigt und konsolidiert Unternehmensdaten aus verschiedenen Quellen zu einheitlichen Datensätzen. Damit will SAP seinen Kunden helfen, ihre Systeme fit für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu machen.
Der Abschluss der Transaktion ist für das zweite oder dritte Quartal geplant. Voraussetzung dafür sind die üblichen behördlichen Genehmigungen. Anschließend soll Reltio in die bestehende Daten-Cloud des Konzerns integriert werden.
An der Börse spiegelt sich die angespannte Lage wider. Bei einem aktuellen Kurs von 145,86 Euro notiert die Aktie fast die Hälfte unter ihrem Rekordhoch vom vergangenen Sommer. Auf der Sapphire-Konferenz plant SAP nun, bedeutende Portfolioänderungen anzukündigen. Liefert das Management dort konkrete Produktankündigungen, könnte sich der Kurs von seinen jüngsten April-Tiefständen weiter absetzen.
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