SAP: Bernstein erhöht Kursziel auf 276 Euro

SAP übertrifft Analystenerwartungen im ersten Quartal 2026 deutlich. Operative Marge steigt auf 28,7 Prozent, Aktie legt zu.

SAP Aktie
Kurz & knapp:
  • Operative Marge steigt auf 28,7 Prozent
  • Umsatz klettert auf 9,56 Milliarden Euro
  • Aktienrückkäufe von 2,6 Milliarden Euro
  • KI-Abrechnung wechselt zu Verbrauchsmodell

Ein massiver Kursverlust seit Jahresbeginn prägt das Bild der SAP-Aktie. Der Softwarekonzern aus Walldorf hat in den vergangenen Monaten fast 27 Prozent an Wert verloren. Vom 52-Wochen-Hoch bei über 271 Euro ist das Papier weit entfernt. Ein unerwartet starkes erstes Quartal 2026 durchbricht nun diese Negativspirale. Die Befürchtungen einer Wachstumsdelle im wichtigen Cloud-Geschäft haben sich vorerst zerstreut.

Effizienzprogramm zeigt Wirkung

Die operativen Zahlen übertreffen die Prognosen der Analysten deutlich. Der Gesamtumsatz kletterte auf 9,56 Milliarden Euro. Der Gewinn je Aktie stieg auf 1,66 Euro und schlug damit den Marktkonsens.

Besonders die Profitabilität sticht hervor. Die operative Marge sprang im Jahresvergleich von 25,9 auf 28,7 Prozent. Hier spiegeln sich die jüngsten Kostensenkungsprogramme wider.

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Der Aktienkurs reagierte am Freitag mit einem Sprung von gut fünf Prozent auf 147,64 Euro. Analysten der Deutschen Bank werten die Zahlen als klares Quartal der Erleichterung. Bernstein Research hob das Kursziel auf 276 Euro an und signalisiert damit erhebliches Aufwärtspotenzial.

Milliarden für die Aktionäre

Parallel dazu stützt das Management den Kurs durch massive Aktienrückkäufe. Bis Ende April erwarb SAP gut 16 Millionen eigene Anteile. Der Gegenwert beläuft sich auf etwa 2,6 Milliarden Euro.

Das laufende Rückkaufprogramm erstreckt sich bis Ende 2027. Es umfasst ein Maximalvolumen von bis zu zehn Milliarden Euro.

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Für die anstehende Hauptversammlung am 5. Mai schlägt der Vorstand eine Dividende vor. Aktionäre sollen 2,50 Euro je Anteilsschein erhalten. Das Unternehmen behält damit seine stabile Ausschüttungspolitik nach dem starken Vorjahr bei.

Strategiewechsel bei Künstlicher Intelligenz

Nicht alle Marktbeobachter teilen die aktuelle Euphorie. Die DZ Bank rät weiterhin zum Verkauf der Papiere und verweist auf den intensiven Wettbewerb bei KI-Lösungen. Hier bereitet SAP einen grundlegenden Systemwechsel vor. Ab Juli plant der Konzern die Einführung verbrauchsabhängiger Abrechnungsmodelle für seine KI-Dienste. Dies markiert eine strategische Abkehr von den klassischen Abonnement-Strukturen.

Die Details dieser Monetarisierungsstrategie stehen in wenigen Wochen auf der Agenda. Auf der Anwenderkonferenz „SAP Sapphire“ ab dem 11. Mai wird die Geschäftsführung konkrete Einblicke in die neuen Business-AI-Tools geben. Dort muss das Management belegen, wie die neuen Preismodelle das Wachstum im zweiten Halbjahr absichern sollen.

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