SAP: Operative Marge springt auf 30 Prozent

SAP übertrifft mit starkem Cloud-Wachstum die Erwartungen, kämpft aber mit einem Rechtsstreit und schwachem Aktienkurs.

SAP Aktie
Kurz & knapp:
  • Cloud-Umsatz steigt um 27 Prozent
  • Operatives Ergebnis klettert auf 2,87 Milliarden
  • Rechtsstreit belastet Free Cashflow
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn über 30 Prozent

Starke Zahlen, schwache Kurse – bei SAP klaffen operative Realität und Marktstimmung spürbar auseinander. Der Walldorfer Softwarekonzern hat zum Auftakt des Geschäftsjahres 2026 die Erwartungen bei den zentralen Kennzahlen übertroffen. Insbesondere das Cloud-Geschäft und eine verbesserte Profitabilität stützen die Bilanz.

Cloud-Geschäft treibt die Marge

Im ersten Quartal stieg der Cloud-Umsatz währungsbereinigt um 27 Prozent auf knapp sechs Milliarden Euro. Damit ließ SAP die Markterwartungen hinter sich. Auch der Auftragsbestand wuchs kräftig und erreichte 21,9 Milliarden Euro. CEO Christian Klein machte dafür vor allem neue KI-Funktionen verantwortlich.

Parallel dazu verliert das klassische Lizenzgeschäft weiter an Bedeutung. Die Erlöse sanken hier erwartungsgemäß um 37 Prozent. Die abonnementbasierte Cloud ERP Suite verzeichnete im gleichen Schritt ein deutliches Plus.

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Diese Verschiebung zahlt sich auf der Ertragsseite aus. Das operative Ergebnis kletterte um 24 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro. Die operative Marge verbesserte sich signifikant auf exakt 30 Prozent. Skaleneffekte und das Vorjahres-Restrukturierungsprogramm zeigen hier ihre Wirkung.

Rechtsstreit belastet Cashflow

Ein Wermutstropfen bleibt der freie Mittelzufluss. Der Free Cashflow verfehlte mit 3,25 Milliarden Euro die Prognosen der Analysten. Ursache war eine einmalige Belastung von rund 408 Millionen Euro. Diese Summe resultiert aus einem Rechtsstreit mit dem US-Unternehmen Teradata.

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Am Aktienmarkt dominierte zuletzt Skepsis. Die SAP-Papiere notieren aktuell bei rund 140 Euro und damit in greifbarer Nähe ihres 52-Wochen-Tiefs. Seit Jahresbeginn hat der Titel mehr als 30 Prozent an Wert verloren. Ein allgemeiner Ausverkauf bei Softwarewerten drückte den Kurs im XETRA-Handel. US-Anleger reagierten nachbörslich hingegen positiv auf die vorgelegten Zahlen.

Analysten bleiben optimistisch

Marktbeobachter bewerten die Quartalsbilanz überwiegend positiv. Die Investmentbank HSBC hob ihre Einstufung auf „Buy“ an und sieht das Kursziel bei 182 Euro. Morgan Stanley und die Deutsche Bank reduzierten ihre Ziele im Vorfeld geringfügig, halten aber an ihren Kaufempfehlungen fest.

Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand an seiner Prognose fest. Das anvisierte operative Ergebnis liegt weiterhin bei rund zwölf Milliarden Euro. Am 6. Mai steht für Aktionäre der Ex-Tag an, vorgesehen ist eine Dividende von 2,50 Euro je Anteilsschein.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.