Starke Zahlen, schwache Kurse – bei SAP klaffen operative Realität und Marktstimmung spürbar auseinander. Der Walldorfer Softwarekonzern hat zum Auftakt des Geschäftsjahres 2026 die Erwartungen bei den zentralen Kennzahlen übertroffen. Insbesondere das Cloud-Geschäft und eine verbesserte Profitabilität stützen die Bilanz.
Cloud-Geschäft treibt die Marge
Im ersten Quartal stieg der Cloud-Umsatz währungsbereinigt um 27 Prozent auf knapp sechs Milliarden Euro. Damit ließ SAP die Markterwartungen hinter sich. Auch der Auftragsbestand wuchs kräftig und erreichte 21,9 Milliarden Euro. CEO Christian Klein machte dafür vor allem neue KI-Funktionen verantwortlich.
Parallel dazu verliert das klassische Lizenzgeschäft weiter an Bedeutung. Die Erlöse sanken hier erwartungsgemäß um 37 Prozent. Die abonnementbasierte Cloud ERP Suite verzeichnete im gleichen Schritt ein deutliches Plus.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?
Diese Verschiebung zahlt sich auf der Ertragsseite aus. Das operative Ergebnis kletterte um 24 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro. Die operative Marge verbesserte sich signifikant auf exakt 30 Prozent. Skaleneffekte und das Vorjahres-Restrukturierungsprogramm zeigen hier ihre Wirkung.
Rechtsstreit belastet Cashflow
Ein Wermutstropfen bleibt der freie Mittelzufluss. Der Free Cashflow verfehlte mit 3,25 Milliarden Euro die Prognosen der Analysten. Ursache war eine einmalige Belastung von rund 408 Millionen Euro. Diese Summe resultiert aus einem Rechtsstreit mit dem US-Unternehmen Teradata.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?
Am Aktienmarkt dominierte zuletzt Skepsis. Die SAP-Papiere notieren aktuell bei rund 140 Euro und damit in greifbarer Nähe ihres 52-Wochen-Tiefs. Seit Jahresbeginn hat der Titel mehr als 30 Prozent an Wert verloren. Ein allgemeiner Ausverkauf bei Softwarewerten drückte den Kurs im XETRA-Handel. US-Anleger reagierten nachbörslich hingegen positiv auf die vorgelegten Zahlen.
Analysten bleiben optimistisch
Marktbeobachter bewerten die Quartalsbilanz überwiegend positiv. Die Investmentbank HSBC hob ihre Einstufung auf „Buy“ an und sieht das Kursziel bei 182 Euro. Morgan Stanley und die Deutsche Bank reduzierten ihre Ziele im Vorfeld geringfügig, halten aber an ihren Kaufempfehlungen fest.
Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand an seiner Prognose fest. Das anvisierte operative Ergebnis liegt weiterhin bei rund zwölf Milliarden Euro. Am 6. Mai steht für Aktionäre der Ex-Tag an, vorgesehen ist eine Dividende von 2,50 Euro je Anteilsschein.
SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 24. April liefert die Antwort:
Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


