SAP: René Obermann als Aufsichtsratschef vorgesehen

SAP-Aktionäre stimmen über 2,50 Euro Dividende ab und wählen René Obermann in den Aufsichtsrat. Die Reltio-Übernahme steht kurz bevor.

SAP Aktie
Kurz & knapp:
  • Dividendenplus von 6,4 Prozent vorgeschlagen
  • René Obermann als Aufsichtsratschef nominiert
  • Reltio-Übernahme für Q2/Q3 erwartet
  • Aktienrückkauf pausiert vor Hauptversammlung

Für SAP-Aktionäre verdichtet sich die kommende Woche auf ein seltenes Maß an Entscheidungen. Dividendenabstimmung, Aufsichtsratswechsel und eine ausstehende Übernahme — all das fällt in wenige Tage. Die Aktie notiert nach einem schwierigen Jahr rund 26 Prozent unter ihrem Jahresanfangswert.

Dividende und Timing

Kernpunkt der virtuellen Hauptversammlung am 5. Mai 2026 ist die vorgeschlagene Dividende von 2,50 Euro je Aktie — ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aktionäre, die die Ausschüttung erhalten möchten, müssen die Papiere spätestens am 7. Mai 2026 im Depot halten. Der Ex-Tag folgt am 6. Mai, die Zahlung ist für den 8. Mai geplant.

Das laufende Aktienrückkaufprogramm pausiert rund um die HV: Zwischen dem 27. April und dem 8. Mai finden keine Rückkäufe statt. Die erste Tranche ist bereits abgeschlossen — SAP erwarb dabei gut 16 Millionen eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 161,16 Euro, was einem Volumen von rund 2,6 Milliarden Euro entspricht. Das Gesamtprogramm ist auf bis zu 10 Milliarden Euro bis Ende 2027 ausgelegt.

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Führungswechsel im Aufsichtsrat

Neben der Ausschüttungsfrage steht eine personelle Weichenstellung an. Der Aufsichtsrat schlägt René Obermann als designierten Nachfolger von Aufsichtsratschef Pekka Ala-Pietilä vor. Nach einer Wahl Obermanns auf der Hauptversammlung soll ein geordneter Übergangsprozess beginnen.

Reltio-Übernahme und EU-Verfahren

Parallel wartet der Markt auf den Vollzug der im März angekündigten Übernahme des US-Unternehmens Reltio. Der Abschluss wird für das zweite oder dritte Quartal 2026 erwartet. Reltio ist ein Anbieter von Master-Data-Management-Software und wurde zuletzt mit 1,7 bis 2 Milliarden US-Dollar bewertet. SAP will damit seine Business Data Cloud stärken und Kundendaten für KI-Anwendungen aufbereiten.

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Im Hintergrund läuft das EU-Wettbewerbsverfahren weiter. Brüssel prüft Verpflichtungszusagen von SAP, die Kunden mehr Wahlfreiheit bei Wartungs- und Supportdienstleistern für ERP-Software einräumen sollen. Bleiben Einwände aus, könnte das Verfahren ohne Bußgeld enden. SAP erwartet keine materiellen Auswirkungen auf das Finanzergebnis.

Jahresziele und nächster Termin

Trotz eines verfehlt Gesamtumsatzes im ersten Quartal hält SAP an seinem Ausblick fest: Cloud-Erlöse von 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 11,9 bis 12,3 Milliarden Euro (jeweils Non-IFRS) sind das Ziel für 2026.

Unmittelbar nach der HV folgt am 13. Mai die Finanzanalystenkonferenz im Rahmen von SAP Sapphire in Orlando — mit Vorstandspräsentationen und einer Q&A-Runde. Dort wird SAP erstmals Gelegenheit haben, die Strategie nach der HV-Woche öffentlich zu kommentieren.

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