Die Scentre Group hat heute ihre Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2025 vorgelegt – und kann auf ein starkes Jahr zurückblicken. Der australische Betreiber von 42 Westfield-Einkaufszentren steigerte seine Funds From Operations um 4,9 Prozent auf 1,19 Milliarden australische Dollar. Pro Wertpapier bedeutet das einen Anstieg von 21,82 auf 22,82 Cent. Die Ausschüttungen an Anleger kletterten um 3,4 Prozent auf 17,72 Cent je Anteil.
Besonders bemerkenswert: Das Unternehmen verzeichnete im fünften Jahr in Folge Wachstum bei Gewinnen und Ausschüttungen. Der operative Nettoertrag legte um 3,7 Prozent auf 2,10 Milliarden Dollar zu, während auf vergleichbarer Basis sogar ein Plus von 4,8 Prozent erreicht wurde. CEO Elliott Rusanow führte die Erfolge auf die Strategie zurück, mehr Besucher in die Zentren zu locken und deren Verweildauer zu erhöhen.
540 Millionen Besucher – Höchststand seit 2019
Die Westfield-Standorte zogen im vergangenen Jahr 540 Millionen Kundenbesuche an, 2,7 Prozent mehr als 2024. Das ist der höchste Wert seit 2019, also vor der Pandemie. Die Geschäftspartner in den Zentren erzielten Umsätze von 30,0 Milliarden Dollar – ein Rekord und ein Anstieg um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Vermietungsquote erreichte mit 99,8 Prozent den höchsten Stand seit 2013. Das Unternehmen schloss 3.090 Mietverträge ab, wobei die Neumieten im Durchschnitt um 3,2 Prozent über den auslaufenden Verträgen lagen. Im zweiten Halbjahr beschleunigte sich dieser Trend sogar auf 3,5 Prozent. Die durchschnittlichen Mieterhöhungen betrugen 4,5 Prozent – deutlich über der üblichen Inflationsanpassung.
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Strategische Kapitalmassnahmen zahlen sich aus
Scentre hat 2025 wichtige Schritte im Kapitalmanagement vollzogen. Das Unternehmen führte neue Joint-Venture-Partner für das Westfield Chermside ein und veräusserte einen Anteil am Westfield Sydney. Diese beiden Transaktionen brachten zusammen 2,2 Milliarden Dollar ein, die unter anderem zur Schuldenreduzierung genutzt wurden.
Zudem refinanzierte die Gruppe Anleihen im Wert von 2,4 Milliarden Dollar zu günstigeren Konditionen. Die durchschnittliche Kreditspanne verbesserte sich von 2,8 Prozent in 2024 auf 2,5 Prozent im abgelaufenen Jahr. Der gewichtete Durchschnittszinssatz sank auf 5,6 Prozent. Heute kündigte das Unternehmen an, die mit 4,2 Prozent Marge ausgestatteten Senior-Anleihen mit Fälligkeit 2030 im Wert von 1,15 Milliarden Dollar vorzeitig zurückzuzahlen.
Der Immobilienbestand wurde mit einem Plus von 2,5 Prozent bewertet, getrieben durch das Wachstum des operativen Nettoertrags. Der gewichtete durchschnittliche Kapitalisierungssatz blieb bei 5,43 Prozent stabil. Der Buchwert je Anteil stieg von 3,47 auf 3,62 Dollar.
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Ausblick: Mindestens vier Prozent Wachstum
Für 2026 peilt Scentre einen FFO von mindestens 23,73 Cent je Wertpapier an – das entspricht einem Wachstum von mindestens 4,0 Prozent. Die Ausschüttungen sollen ebenfalls um 4,0 Prozent auf 18,43 Cent steigen. Das Unternehmen plant Investitionen von 250 bis 300 Millionen Dollar jährlich in Umbauprojekte.
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Westfield Bondi, wo 240 Millionen Dollar in die Neugestaltung der sechsten Ebene fliessen. Dort soll ein Lifestyle-, Unterhaltungs- und Gastronomie-Bereich entstehen, mit verbesserten Kinos und Freizeiteinrichtungen. Die schrittweise Fertigstellung ist ab dem vierten Quartal 2026 geplant.
Darüber hinaus verfügt Scentre über mehr als 670 Hektar strategische Grundstücke in bedeutenden Ballungszentren. Das Unternehmen hat Bebauungspläne für 16.100 Wohneinheiten eingereicht und bereits Genehmigungen für 4.100 Einheiten erhalten. CFO Andrew Clarke betonte, man wolle diese Entwicklungen kapitalschonend durch Drittinvestoren realisieren – das Kapital sei ja bereits in Form von Parkplätzen investiert.
Die Scentre-Aktie reagierte auf die Zahlen zunächst mit einem Rückgang von 2,9 Prozent auf 3,79 Dollar am Veröffentlichungstag. Damit notiert das Papier unter seinem 52-Wochen-Hoch von 4,27 Dollar, hat über die vergangenen zwölf Monate aber eine Gesamtrendite von 29,73 Prozent erzielt.
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