Die Aktie von Schott Pharma legte heute im XETRA-Handel zeitweise um über 9 Prozent zu und erreichte 16,04 Euro. Verantwortlich für den Kurssprung: Das Unternehmen aus Mainz hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Kann der angeschlagene Pharmazulieferer damit die Trendwende einleiten?
Die Zahlen überraschen positiv. Der Umsatz kletterte im Zeitraum Oktober bis Dezember währungsbereinigt um 4,8 Prozent auf 240,2 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich sogar um 11,1 Prozent auf 65,2 Millionen Euro. Besonders bemerkenswert: Die EBITDA-Marge erreichte bereits 27,1 Prozent – genau das Niveau, das Konzernchef Andreas Reisse für das Gesamtjahr anpeilt.
Margenstarke Produkte treiben Wachstum
Der Erfolg basiert auf einer stärkeren Nachfrage über das gesamte Portfolio hinweg. Besonders gefragt waren gebrauchsfertige Karpulen und pharmazeutische Spezialfläschchen. Diese sogenannten High-Value-Lösungen mit hoher Marge machen mittlerweile 57 Prozent des Gesamtumsatzes aus – Tendenz steigend.
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Vor allem das Segment Drug Containment Solutions überzeugte mit einem währungsbereinigten Plus von 9,4 Prozent auf 137 Millionen Euro. Das EBITDA des Segments wuchs um 18,9 Prozent auf 33,4 Millionen Euro, die Marge verbesserte sich von 21,9 auf 24,3 Prozent. Treiber waren sterile Karpulen für Biologika und GLP-1-Behandlungen sowie Spezialfläschchen für ADC-Therapien.
Das Segment Drug Delivery Systems mit Glas- und Polymerspritzen entwickelte sich mit einem währungsbereinigten Minus von 0,8 Prozent auf 103 Millionen Euro hingegen rückläufig. Hier macht sich der gesunkene Bedarf an Kunststoffspritzen für mRNA-Impfstoffe bemerkbar.
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Prognose bestätigt trotz schwierigem Umfeld
Trotz der positiven Entwicklung bleibt Reisse vorsichtig. Er bestätigte die Jahresprognose: währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 2 bis 5 Prozent bei einer EBITDA-Marge von rund 27 Prozent. „Wir blicken trotz anhaltender Unsicherheiten optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr“, erklärte der scheidende Manager. Am 1. Mai übergibt er den Staffelstab an Christian Mias, der 20 Jahre Managementerfahrung mitbringt.
Die Aktie hatte zuletzt massiv unter Druck gestanden. Seit dem Zwischenhoch im Juni 2025 hat der Titel fast die Hälfte seines Wertes verloren. Vom Allzeithoch bei 43,40 Euro aus dem März 2024 ist er noch weiter entfernt. Im Dezember hatte eine Prognosesenkung für Schock gesorgt: Ein nicht näher genannter Großkunde hatte überraschend weniger Bedarf an Glasspritzen angemeldet. Das Management musste daraufhin die Mittelfristziele bis 2029 kappen.
Analysten wie Charles Weston von der kanadischen Bank RBC zeigten sich positiv überrascht. Schott Pharma habe die Marktprognosen klar übertroffen, schrieb Weston. Ob der heutige Kurssprung der Beginn einer nachhaltigen Erholung ist, bleibt abzuwarten. Mit einem Wert von 15,86 Euro liegt die Aktie noch immer deutlich unter dem Ausgabepreis von 27 Euro beim Börsengang im September 2023.
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