Scout24 Aktie: Positiver Aufschwung

Die UBS sieht in Scout24s Preispolitik die Basis für eine Trendwende und erhöht das Kursziel auf 105 Euro. Aktienrückkäufe und erste Kursstabilisierung flankieren die Strategie.

Scout Aktie
Kurz & knapp:
  • UBS setzt auf steigende Erlöse durch Preisanpassungen
  • Kursziel wird auf 105 Euro angehoben
  • Unternehmen kauft aktiv eigene Aktien zurück
  • Aktie zeigt erste Anzeichen der Stabilisierung

Während die Scout24-Aktie seit Jahresbeginn mit einem Minus von knapp 22 Prozent kämpft, setzt das Management auf gezielte Preiserhöhungen. Die Großbank UBS sieht darin das Fundament für eine operative Trendwende und hebt das Kursziel deutlich an.

UBS setzt auf steigende Abopreise

Analyst Jo Barnet-Lamb traut dem Titel den Sprung auf 105 Euro zu und bestätigt seine Kaufempfehlung. Der Kern der optimistischen Einschätzung liegt im Produkt „Mieter+“. Durch gezielte Anpassungen erwartet die UBS für das erste Quartal 2026 steigende durchschnittliche Erlöse pro Abonnement.

Zwar könnten die höheren Kosten die Anzahl der Mitglieder kurzfristig belasten, die Experten rechnen jedoch mit positiven Effekten auf den Gesamtumsatz und das operative Ergebnis (EBITDA). Die Preismacht des digitalen Dienstleisters scheint stark genug, um die Profitabilität trotz eines volatilen Marktumfelds zu stützen.

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Rückkäufe stützen den Kurs

Flankiert wird die operative Strategie durch ein konsequentes Aktienrückkaufprogramm. Seit Januar hat Scout24 bereits über eine Million eigene Aktien eingezogen. Allein in der letzten Märzwoche erwarb das Unternehmen rund 100.000 Papiere zu Kursen zwischen 63,35 Euro und 64,64 Euro. Diese Käufe unterstreichen das Vertrauen der Führungsebene in die eigene Bewertung.

Gestern schloss die Aktie bei 66,65 Euro. Damit notiert sie zwar nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief von 63,00 Euro, zeigt aber erste Stabilisierungstendenzen. Auffällig ist jedoch der Relative-Stärke-Index (RSI), der mit einem Wert von 87,7 auf eine technisch überkaufte Lage hindeutet. Dies könnte kurzfristige Rücksetzer provozieren, bevor der langfristige Ausblick wieder in den Fokus rückt.

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Veränderungen im Aktionärskreis

Parallel zur Kursstabilisierung gab es Bewegung in der Aktionärsstruktur. Der Vermögensverwalter Amundi reduzierte seine Stimmrechtsanteile zuletzt leicht von 5,07 Prozent auf 4,90 Prozent. Solche Anpassungen im Bereich der Meldeschwellen sind bei großen Fondsadressen nicht ungewöhnlich und ändern wenig an der grundsätzlich konstruktiven Einschätzung der Analysten.

Das von der UBS ausgegebene Kursziel von 105 Euro markiert ein erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau. Anleger werden nun genau beobachten, ob die für 2026 angepeilte Preisstrategie bereits in den kommenden Quartalszahlen erste Früchte trägt.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.