Während die Scout24-Aktie seit Jahresbeginn mit einem Minus von knapp 22 Prozent kämpft, setzt das Management auf gezielte Preiserhöhungen. Die Großbank UBS sieht darin das Fundament für eine operative Trendwende und hebt das Kursziel deutlich an.
UBS setzt auf steigende Abopreise
Analyst Jo Barnet-Lamb traut dem Titel den Sprung auf 105 Euro zu und bestätigt seine Kaufempfehlung. Der Kern der optimistischen Einschätzung liegt im Produkt „Mieter+“. Durch gezielte Anpassungen erwartet die UBS für das erste Quartal 2026 steigende durchschnittliche Erlöse pro Abonnement.
Zwar könnten die höheren Kosten die Anzahl der Mitglieder kurzfristig belasten, die Experten rechnen jedoch mit positiven Effekten auf den Gesamtumsatz und das operative Ergebnis (EBITDA). Die Preismacht des digitalen Dienstleisters scheint stark genug, um die Profitabilität trotz eines volatilen Marktumfelds zu stützen.
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Rückkäufe stützen den Kurs
Flankiert wird die operative Strategie durch ein konsequentes Aktienrückkaufprogramm. Seit Januar hat Scout24 bereits über eine Million eigene Aktien eingezogen. Allein in der letzten Märzwoche erwarb das Unternehmen rund 100.000 Papiere zu Kursen zwischen 63,35 Euro und 64,64 Euro. Diese Käufe unterstreichen das Vertrauen der Führungsebene in die eigene Bewertung.
Gestern schloss die Aktie bei 66,65 Euro. Damit notiert sie zwar nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief von 63,00 Euro, zeigt aber erste Stabilisierungstendenzen. Auffällig ist jedoch der Relative-Stärke-Index (RSI), der mit einem Wert von 87,7 auf eine technisch überkaufte Lage hindeutet. Dies könnte kurzfristige Rücksetzer provozieren, bevor der langfristige Ausblick wieder in den Fokus rückt.
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Veränderungen im Aktionärskreis
Parallel zur Kursstabilisierung gab es Bewegung in der Aktionärsstruktur. Der Vermögensverwalter Amundi reduzierte seine Stimmrechtsanteile zuletzt leicht von 5,07 Prozent auf 4,90 Prozent. Solche Anpassungen im Bereich der Meldeschwellen sind bei großen Fondsadressen nicht ungewöhnlich und ändern wenig an der grundsätzlich konstruktiven Einschätzung der Analysten.
Das von der UBS ausgegebene Kursziel von 105 Euro markiert ein erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau. Anleger werden nun genau beobachten, ob die für 2026 angepeilte Preisstrategie bereits in den kommenden Quartalszahlen erste Früchte trägt.
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