Scout24 hat gestern vorläufige Zahlen für 2025 präsentiert – und dabei die Erwartungen der Analysten übertroffen. Besonders bei der Profitabilität zeigt sich der DAX-Konzern in Bestform. Für 2026 kündigt CEO Ralf Weitz eine „anhaltende Dynamik“ an.
Marge überrascht positiv
Der Umsatz kletterte 2025 um knapp 15 Prozent auf 650 Millionen Euro. Das organische Wachstum lag bei 11 Prozent. Soweit die erwarteten Zahlen. Die positive Überraschung kam bei der Profitabilität: Die operative Marge (EBITDA) aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit erreichte 62,5 Prozent – ein Plus von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr.
Analysten hatten im Konsens nur mit 62,2 Prozent gerechnet. Auch Scout24 selbst war bei der eigenen Prognose vorsichtiger gewesen. Im vierten Quartal zeigte sich die Margenstärke besonders deutlich: Hier lag die operative Marge bei 64,1 Prozent, während Experten nur 63,0 Prozent auf dem Zettel hatten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Scout?
Das absolute operative Ergebnis (EBITDA) stieg um 16,5 Prozent auf 406 Millionen Euro. Der Nettogewinn legte überproportional um fast 50 Prozent auf 240 Millionen Euro zu – allerdings half hier im dritten Quartal ein Steuereffekt von 43 Millionen Euro. Die Neubewertung latenter Steuern war wegen der bevorstehenden Senkung des Körperschaftsteuersatzes in Deutschland ab 2028 notwendig geworden.
Spanien-Zukauf soll zusätzlichen Schub bringen
Für 2026 stellt Scout24 ein beschleunigtes Umsatzwachstum von 16 bis 18 Prozent in Aussicht. Zum Vergleich: 2025 waren es knapp 15 Prozent. Der im September angekündigte Zukauf der spanischen Immobilienplattformen Fotocasa und Habitaclia soll dabei sechs bis sieben Prozentpunkte zum Wachstum beisteuern.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Scout?
Bei der operativen Marge rechnet das Management für 2026 mit bis zu 61 Prozent – auf den ersten Blick ein Rückgang gegenüber den 62,5 Prozent aus 2025. Auf organischer Basis, also ohne die spanischen Übernahmen, soll die Marge jedoch bis zu 64 Prozent erreichen. Die Integration der beiden neuen Plattformen drückt also zunächst auf die Konzernmarge.
Scout24 profitiert weiterhin von einer starken Nachfrage nach Abonnements im Professional- und Private-Segment. Im Mai will CEO Ralf Weitz auf dem Capital Markets Day die aktualisierte Strategie vorstellen. Den vollständigen Geschäftsbericht für 2025 veröffentlicht das Unternehmen am 26. März.
Scout-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Scout-Analyse vom 26. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Scout-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Scout-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Scout: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


