Seagate Aktie: Speicher-Gigant auf Rekordkurs

Der Speicherhersteller übertrifft Umsatz- und Gewinnerwartungen deutlich. Die Bruttomarge erreicht ein Rekordniveau und die Nachfrage nach Hochkapazitätsspeichern bleibt bis 2027 gesichert.

Seagate Technology Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz und Gewinn deutlich über Analystenschätzungen
  • Bruttomarge erreicht Rekordwert von 42,2 Prozent
  • Rechenzentren als Hauptwachstumstreiber mit 28 Prozent Plus
  • Kapazitäten für Hochleistungsspeicher bis 2027 ausverkauft

Die Aktie von Seagate Technology kennt derzeit nur eine Richtung: nach oben. Nach einem anfänglichen Kursrückgang von über drei Prozent drehte die Notierung ins Plus – und zwar zweistellig. Binnen Jahresfrist summiert sich das Kursplus mittlerweile auf beeindruckende 278 Prozent. Der Titel notiert bei 364,35 US-Dollar und damit nahe seinem 52-Wochen-Hoch von 383,88 US-Dollar.

Was treibt diese beispiellose Rally? Die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal 2026, veröffentlicht am 27. Januar, sprechen eine klare Sprache: Der Umsatz kletterte um 22 Prozent auf 2,83 Milliarden US-Dollar – deutlich über den Erwartungen von 2,73 Milliarden. Der Gewinn je Aktie erreichte 3,11 US-Dollar, während Analysten lediglich 2,79 US-Dollar prognostiziert hatten.

Bruttomargen auf Allzeithoch

Besonders beeindruckend entwickelten sich die Profitabilitätskennzahlen. Die Bruttomarge sprang auf 42,2 Prozent – ein Plus von 207 Basispunkten im Quartalsvergleich und 670 Basispunkte im Jahresvergleich. Die operative Marge erreichte 31,9 Prozent. Das Ergebnis: Der freie Cashflow schoss um 42 Prozent auf 607 Millionen US-Dollar – der höchste Wert seit acht Jahren.

Verantwortlich für diese Entwicklung sind vor allem zwei Faktoren: Die Kunden greifen verstärkt zu Seagates neuesten Hochkapazitätsprodukten, und das Unternehmen konnte bessere Preise durchsetzen. Die Preise pro Terabyte dürften nach Angaben des Managements künftig stabil bleiben oder sogar leicht steigen.

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Rechenzentren als Wachstumsmotor

Das Geschäft mit Rechenzentren entwickelte sich zum klaren Zugpferd: Der Umsatz in diesem Segment kletterte um 28 Prozent auf 2,2 Milliarden US-Dollar – das entspricht 79 Prozent des Gesamtumsatzes. Die ausgelieferte Speicherkapazität wuchs um 26 Prozent auf 190 Exabytes, obwohl die Stückzahlen nahezu unverändert blieben. Der Grund: Die Kunden setzen zunehmend auf Laufwerke mit höherer Kapazität.

Besonders die neue Mozaic-3-Technologie überzeugt: Mehr als 1,5 Millionen Einheiten wurden ausgeliefert, was rund 27 Prozent der gesamten Exabyte-Lieferungen entspricht. Die nächste Generation Mozaic 4+ mit bis zu 44 Terabyte Kapazität geht im laufenden Quartal in die Volumenproduktion. Im Labor demonstrierte Seagate bereits eine Speicherdichte von 7 Terabyte pro Scheibe.

Analysten heben Kursziele massiv an

Die Investmentbank Evercore ISI reagierte prompt: Das Kursziel wurde von 330 auf 450 US-Dollar angehoben – bei gleichzeitiger Bestätigung der Outperform-Einschätzung. Damit nähert sich die Bank dem höchsten Analystenxiel von 465 US-Dollar.

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Für das laufende dritte Geschäftsquartal 2026 stellt Seagate einen Umsatz von 2,9 Milliarden US-Dollar in Aussicht – erneut deutlich über den Markterwartungen von 2,78 Milliarden. Der Gewinn je Aktie soll 3,40 US-Dollar erreichen, verglichen mit der Konsensprognose von 2,99 US-Dollar. Sieben Analysten haben ihre Gewinnschätzungen bereits nach oben korrigiert.

Kapazitäten bis 2027 ausverkauft

Die Nachfrage nach Hochkapazitätsspeichern bleibt gewaltig. Sämtliche Nearline-Kapazitäten sind bis Ende 2026 ausverkauft. Langfristige Lieferverträge mit großen Cloud-Anbietern laufen bis 2027. Die Visibilität für die Nachfrage reicht sogar bis 2028.

Mit einer Marktkapitalisierung von 81,6 Milliarden US-Dollar und soliden Finanzkennzahlen – die Liquidität beträgt 2,3 Milliarden US-Dollar, das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA liegt bei 1,1 – ist Seagate für weiteres Wachstum gerüstet. Die KI-Revolution und der Ausbau der Cloud-Infrastruktur spielen dem Speicherspezialisten dabei in die Karten.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.