Der Krebsspezialist Sellas Life Sciences hat die Annahme von drei wissenschaftlichen Abstracts für die bevorstehende Fachkonferenz der American Association for Cancer Research (AACR) bekannt gegeben.
Im Mittelpunkt der Präsentationen steht der Wirkstoffkandidat SLS009 (Tambiciclib), der in präklinischen Modellen zur Behandlung des duktalen Pankreaskarzinoms (Bauchspeicheldrüsenkrebs) untersucht wurde. Die Konferenz findet vom 25. bis zum 28. September 2026 in San Diego statt.
Tambiciclib im Fokus der Onkologie
Die am Mittwoch vorgestellten Forschungsbeiträge konzentrieren sich auf die Wirksamkeit von SLS009 in Organoid-Modellen, die direkt von Patienten gewonnen wurden und spezifische KRAS-Mutationen aufweisen.
Diese Mutationen gelten in der Onkologie als besonders schwer therapierbar und stellen ein zentrales Forschungsfeld bei Bauchspeicheldrüsenkrebs dar. Die neuen Daten sollen aufzeigen, wie der Wirkstoff in diesen komplexen Zellmodellen interagiert.
Über die Anwendung bei soliden Tumoren hinaus treibt das Unternehmen die Entwicklung von SLS009 im Bereich der akuten myeloischen Leukämie (AML) voran. Medienberichten zufolge wird für das vierte Quartal 2026 die Veröffentlichung von Topline-Ergebnissen aus einer laufenden Phase-2-Studie in dieser Indikation erwartet.
An der Börse wird die Entwicklung des Kandidaten aufmerksam verfolgt: Seit Jahresbeginn konnte der Kurs bereits um 322 % zulegen, was das Vertrauen der Investoren in die klinische Pipeline widerspiegelt.
Fortschritte in der REGAL-Studie und Quartalszahlen
Parallel zu den Vorbereitungen für die AACR-Konferenz nähert sich die zulassungsrelevante Phase-3-Studie REGAL einem entscheidenden Meilenstein. In dieser Untersuchung wird eine Immuntherapie bei AML-Patienten getestet.
Wie Medienberichte am Montag verdeutlichten, wurden bereits 78 der insgesamt 80 erforderlichen klinischen Ereignisse erreicht, die für die finale Analyse der Studie notwendig sind. CEO Angelos Stergiou betonte, dass die entblindeten Daten für sich selbst sprechen würden, sobald der Schwellenwert für die Auswertung erreicht ist.
Begleitend zu den klinischen Fortschritten legte Sellas Life Sciences vor genau einer Woche die Finanzergebnisse für das zweite Quartal vor. Der Nettoverlust stieg laut Medienberichten auf 9,61 Millionen US-Dollar an, nachdem er im Vorjahreszeitraum noch bei 6,60 Millionen US-Dollar gelegen hatte.
Trotz des höheren Gesamtabschlags verbesserte sich der Verlust je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen leicht auf 0,05 US-Dollar, verglichen mit 0,07 US-Dollar im Vorjahr. Für das gesamte erste Halbjahr 2026 summiert sich der Fehlbetrag auf 18,01 Millionen US-Dollar.
Trotz der laufenden Kosten für die Forschungsprogramme notiert die Aktie weiterhin deutlich über ihren langfristigen Durchschnittswerten. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt, der bei 5,97 € verläuft, liegt aktuell bei genau 100 %.
Zum 52-Wochen-Hoch von 15,25 €, das Ende Juni erreicht wurde, besteht derzeit ein Abstand von 22 %. Die kommenden Wochen gelten als richtungsweisend, da sowohl die wissenschaftlichen Präsentationen in San Diego als auch der Abschluss der Ereignis-Sammlung für die REGAL-Studie unmittelbar bevorstehen.
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