Sellas Life Sciences besetzt das Thema Krebsforschung neu. CEO Angelos Stergiou rückt den Einsatz Künstlicher Intelligenz in das Zentrum der Strategie. Parallel dazu positionieren sich namhafte Großinvestoren für die nächste Phase der Unternehmensentwicklung.

In einem TV-Interview erläuterte Stergiou das Potenzial von KI in der Onkologie. Das Unternehmen nutzt die Technologie bereits für sein SLS009-Programm. Damit will Sellas Behandlungen präziser auf Patienten zuschneiden. Der Fokus verschiebt sich weg vom reinen Wirkstoffentwickler hin zu einem datengetriebenen Unternehmen.

Institutionelle Investoren greifen zu

Große Fonds nutzen die aktuelle Phase für Einstiege. Der New York State Common Retirement Fund erhöhte seinen Bestand um 70 Prozent auf 66.300 Anteile. Auch Swiss Life Asset Management meldete eine neue Beteiligung. Diese Käufe stabilisieren den Kurs vor dem wichtigen Meilenstein der REGAL-Studie.

Das Unternehmen startete mit einer komfortablen Cash-Position von 138,3 Millionen Dollar in das Halbjahr. Diese Mittel decken den operativen Bedarf bis zum Abschluss der klinischen Tests. Bei der REGAL-Studie zur Behandlung von Leukämie steht die finale Analyse unmittelbar bevor.

Statistische Auswertung rückt näher

Für die statistische Auswertung fehlen nur noch zwei dokumentierte Ereignisse in der Probandengruppe. Das Management wertet das langsame Erreichen dieser Marke als positives Signal. Es könnte auf eine verlängerte Überlebensdauer der Patienten hindeuten. Sobald das 80. Ereignis eintritt, werden die Studiendaten offiziell entblindet.

Die Aktie legte seit Jahresbeginn bereits um 206,78 Prozent zu. Marktbeobachter warten nun auf die Veröffentlichung der Daten. Dieser Moment wird über die künftige Bewertung des Biotech-Unternehmens entscheiden. Es ist der letzte große Meilenstein vor einer möglichen Marktzulassung.