Starke operative Zahlen, schwache Kurse — bei ServiceNow klaffen Realität und Marktstimmung weit auseinander. Der Softwarekonzern übertraf im ersten Quartal 2026 die eigenen Prognosen und hob den Ausblick an. Die Börse quittierte das Zahlenwerk mit einem nachbörslichen Kursrutsch von rund 13 Prozent. Seit Jahresbeginn hat die Aktie massiv an Wert eingebüßt.
Wachstum intakt, Margen gemischt
Das operative Geschäft läuft auf Hochtouren. Die Abonnementserlöse kletterten im Auftaktquartal um 22 Prozent auf knapp 3,7 Milliarden US-Dollar. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den verbleibenden Leistungsverpflichtungen. Dieser Indikator für zukünftige Umsätze stieg auf 27,7 Milliarden US-Dollar an.
Auf der Ergebnisseite verbesserte sich die bereinigte operative Marge leicht auf 32 Prozent. Die Bruttomarge nach US-GAAP gab im Vorjahresvergleich auf 75 Prozent nach. Das Management begründet diesen Rückgang mit Integrationskosten für die Übernahme des Cybersicherheitsunternehmens Armis.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ServiceNow?
Ein regionaler Störfaktor bremste das Wachstum minimal. Verzögerte Vertragsabschlüsse im Nahen Osten kosteten das Unternehmen rund 75 Basispunkte beim Umsatzwachstum. CEO Bill McDermott betonte, dass die Gespräche mit den betroffenen Kunden weiterlaufen.
Das Management blickt optimistisch auf den Rest des Jahres. Die Prognose für die Abonnementserlöse 2026 steigt auf bis zu 15,77 Milliarden US-Dollar. Besonders das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz gewinnt an Fahrt. McDermott hob das Umsatzziel für KI-Produkte auf mindestens 1,5 Milliarden US-Dollar an.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ServiceNow?
Analysten stützen die Aktie
Flankiert werden die Zahlen von einer vertieften strategischen Partnerschaft mit Google Cloud. Gemeinsam wollen die Unternehmen autonome KI-Agenten für Großkonzerne entwickeln. Die Analystengemeinde bleibt trotz des jüngsten Abverkaufs mehrheitlich positiv gestimmt. Von 46 erfassten Experten raten 37 zum starken Kauf der Aktie.
Einige Investmentbanken passen ihre Modelle an die neue Marktrealität an. DA Davidson senkte das Kursziel auf 190 US-Dollar. Citi reduzierte den fairen Wert auf 154 US-Dollar. Beide Häuser bestätigen ihre Kaufempfehlungen.
Der Markt sendet derzeit eine klare Botschaft an die gesamte Softwarebranche. Investoren fordern in der KI-Übergangsphase eine beschleunigte Umsatzdynamik. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20 ist ServiceNow für ein Unternehmen mit 20 Prozent Wachstum historisch günstig bewertet. Hält die operative Stärke an, bietet das aktuelle Kursniveau um 91 US-Dollar eine massive Diskrepanz zur fundamentalen Entwicklung.
ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 28. April liefert die Antwort:
Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


