Der Software-Gigant ServiceNow hat die schlechteste Börsenwoche seit zehn Jahren hinter sich. Auslöser für den massiven Kursrutsch ist die wachsende Sorge der Wall Street, dass der KI-Boom für traditionelle Software-Anbieter zur existenziellen Bedrohung werden könnte. Ein prominenter Analystenkommentar goss zuletzt zusätzlich Öl ins Feuer und zwingt Anleger nun zu einer drastischen Neubewertung der Wachstumsaussichten.
Die Angst vor den KI-Agenten
Die Initialzündung für den jüngsten Abverkauf lieferte die Schweizer Großbank UBS. Sie stufte die Papiere von „Kaufen“ auf „Neutral“ ab und kappte das Kursziel drastisch von 170 auf 100 US-Dollar. Analyst Karl Keirstead begründete diesen Schritt mit einem spürbaren Wandel in den IT-Budgets großer Konzerne. Ab 2026 dürften Investitionen massiv in KI-Infrastruktur fließen, was die Ausgaben für klassische Software-Lösungen unter Druck setzt.
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Hinzu kommt die Sorge vor der sogenannten „Seat Compression“. Wenn neue, eigenständig handelnde KI-Agenten – wie das kürzlich vorgestellte Tool von Anthropic – zunehmend Routineaufgaben übernehmen, benötigen Unternehmen weniger menschliche Mitarbeiter. Für Software-Anbieter wie ServiceNow, Salesforce oder Adobe, deren Geschäftsmodell stark auf Nutzerlizenzen basiert, stellt diese Automatisierungswelle ein erhebliches Umsatzrisiko dar. Zusätzlich belasten drohende Kürzungen bei US-Behördenverträgen die Stimmung, da ServiceNow traditionell stark im öffentlichen Sektor engagiert ist.
Starke Zahlen treffen auf düstere Prognosen
Interessanterweise steht diese Weltuntergangsstimmung im starken Kontrast zu den fundamentalen Daten des Unternehmens. Im vierten Quartal 2025 kletterte der Umsatz um 21 Prozent auf knapp 3,57 Milliarden US-Dollar. Besonders das hauseigene KI-Tool „Now Assist“ verzeichnete eine Verdopplung des jährlichen Vertragswerts. Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management weiterhin mit einem Abonnement-Wachstum von über 20 Prozent und einer verbesserten Free-Cashflow-Marge von 36 Prozent.
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Die UBS steht mit ihrer pessimistischen Haltung an der Wall Street weitgehend allein da. Der breite Analystenkonsens sieht das Kursziel weiterhin bei rund 184 US-Dollar. Von 47 erfassten Experten raten 43 unverändert zum Kauf der Aktie. Selbst Banken wie Goldman Sachs, die ihre Ziele in dieser Woche leicht senkten, rufen mit Werten um 188 US-Dollar ein massives Aufwärtspotenzial gegenüber dem Freitagsschlusskurs von 83,00 US-Dollar aus.
Harte Fakten am 22. April
Die tatsächlichen Auswirkungen der KI-Konkurrenz auf das operative Geschäft werden in wenigen Tagen messbar. Am 22. April 2026 präsentiert ServiceNow die Ergebnisse für das erste Quartal. Investoren werden dabei jeden Datenpunkt zur „Now Assist“-Plattform sezieren. Das Management peilt für diese KI-Lösung bis Ende 2026 einen jährlichen Vertragswert von einer Milliarde US-Dollar an. Technisch gesehen geht die Aktie mit einem RSI von 26 extrem überverkauft in diese entscheidende Präsentation, während die Marke von 81,24 US-Dollar als kurzfristige Unterstützung dient.
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