Die ServiceNow-Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief — und die Einschätzungen der Wall Street könnten kaum weiter auseinanderliegen. Während ein Teil der Analysten die Kursschwäche als Einstiegsgelegenheit wertet, mahnen andere zur Zurückhaltung. Am 22. April folgen die Quartalszahlen.
Klare Trennlinie unter Analysten
Benchmark-Analyst Yi Fu Lee eröffnete diese Woche mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 125 US-Dollar. Seine These: Der Ausverkauf habe die Aktie von den Fundamentaldaten abgekoppelt, gerade in einem Moment, in dem die KI-Monetarisierung an Fahrt gewinne. Benchmark sieht das Unternehmen als Profiteur des sogenannten Agentic-AI-Superzyklus.
Wells Fargo bewegte sich in die entgegengesetzte Richtung. Die Bank senkte ihr Kursziel von 225 auf 185 US-Dollar, behielt aber das Übergewichten-Rating bei. Hintergrund ist keine veränderte Geschäftseinschätzung, sondern eine Neubewertung der Aktie nach dem Kursrückgang. Wells Fargo sieht die bevorstehende Knowledge Conference und den Investorentag als wichtigere Kurstreiber als den Q1-Bericht selbst.
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Morgan Stanley hält dagegen: Die Bank bekräftigte ihr Kaufvotum mit einem Kursziel von 210 US-Dollar und verweist auf stabiles Wachstum und KI-Potenzial. Der Konsens aus 43 Analysteneinschätzungen liegt bei einem durchschnittlichen Kursziel von 188,59 US-Dollar — weit über dem aktuellen Kursniveau.
Starke Geschäftszahlen, schwacher Kurs
Das Geschäftsjahr 2025 schloss das Unternehmen mit 13,3 Milliarden US-Dollar Umsatz ab, ein Plus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 erwartet das Management Abonnementerlöse zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden US-Dollar. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen stiegen um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden US-Dollar — ein verlässlicher Indikator für künftige Einnahmen.
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Besonders auffällig: Der KI-Assistent Now Assist verdoppelte seinen Neuumsatz im vierten Quartal im Jahresvergleich, mit 244 Verträgen über jeweils einer Million US-Dollar. Hinzu kommt ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden US-Dollar, davon 2 Milliarden als beschleunigter Rückkauf — eine Maßnahme, die den Kurs auf aktuellem Niveau stützen könnte.
Zahltag am 22. April
Die Aktie hat seit ihrem 52-Wochen-Hoch bei 211,48 US-Dollar rund 35 Prozent verloren und notiert aktuell knapp über dem Jahrestief von 98 US-Dollar. Der RSI erreichte Ende März einen Wert von 16 — ein technisch stark überverkauftes Niveau.
Am 22. April veröffentlicht das Unternehmen nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Abonnementwachstum und die Entwicklung der KI-Erlöse dürften darüber entscheiden, ob die Diskrepanz zwischen dem bullishen Analystenurteil und dem aktuellen Kursniveau kleiner wird.
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