Der Softwarekonzern ServiceNow steht im Zentrum einer hitzigen Debatte an der Wall Street. Während die Sorge vor einer KI-bedingten Disruption den Aktienkurs auf ein Mehrjahrestief drückt, zeichnen die operativen Geschäfte ein völlig anderes Bild. Anstatt von künstlicher Intelligenz verdrängt zu werden, nutzt das Unternehmen die Technologie offenbar als massiven Wachstumstreiber.
Die Sorge vor der KI-Disruption
Der aktuelle Abwärtsdruck reiht sich in einen breiteren Ausverkauf von Software-as-a-Service-Werten (SaaS) ein. Kritiker befürchten, dass künstliche Intelligenz den Bedarf an menschlichen Arbeitskräften und damit an kostenpflichtigen Software-Lizenzen senkt. Gleichzeitig könnten Unternehmen durch KI leichter eigene Anwendungen entwickeln oder direkt auf Sprachmodelle von OpenAI und Anthropic zurückgreifen.
Diese Befürchtungen ließen den Kurs zuletzt bis in den Bereich von 109 US-Dollar abrutschen. Damit notiert das Papier weit entfernt vom bisherigen Höchststand der vergangenen zwölf Monate, der bei über 211 US-Dollar lag.
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Fundamentaldaten zeigen Wachstum
Ein Blick auf die Bilanzen offenbart eine deutliche Diskrepanz zur gedrückten Marktstimmung. Im jüngsten Quartal stiegen die kurzfristig zu erwartenden Umsätze (cRPO) im Jahresvergleich um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden US-Dollar. Der freie Cashflow legte parallel um 34 Prozent auf 4,6 Milliarden US-Dollar zu.
Besonders die hauseigene KI-Suite „Now Assist“ entwickelt sich zu einem lukrativen Geschäftszweig. Der jährliche Vertragswert erreichte zuletzt 600 Millionen US-Dollar und soll bis Jahresende die Milliardenmarke knacken. Dass KI hier kein reiner Kostenfaktor ist, belegen auch die 244 neu abgeschlossenen Großaufträge mit einem Volumen von jeweils über einer Million US-Dollar – ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Zukäufe und institutionelles Interesse
Unbeeindruckt von der Kursschwäche baut das Management die eigene Infrastruktur weiter aus. Für geschätzte 60 bis 80 Millionen US-Dollar übernahm ServiceNow das israelische Startup Traceloop. Dessen Software überwacht das Verhalten von KI-Agenten in Live-Umgebungen und soll in den „AI Control Tower“ von ServiceNow integriert werden. Es ist bereits die dritte Übernahme in Israel innerhalb von drei Monaten.
Diese strategische Ausrichtung sowie ein laufendes Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden US-Dollar ziehen professionelle Investoren an. Die Zahl der Hedgefonds, die ServiceNow-Aktien halten, stieg im vierten Quartal von 104 auf 118 an. Das aktuell überdurchschnittliche Handelsvolumen von fast 19 Millionen Aktien zeigt, dass institutionelle Anleger die niedrige Bewertung intensiv für Umschichtungen nutzen.
Am 29. April 2026 wird das Unternehmen seine nächsten Quartalszahlen vorlegen. Dieser Termin fungiert als nächster harter Katalysator für die Aktie. Die neuen Daten werden belegen müssen, ob das reale Wachstum des KI-gestützten Geschäftsmodells ausreicht, um die tief sitzenden Disruptionsängste des Marktes zu widerlegen.
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