Die Aktie von ServiceNow hat vergangene Woche ein neues 52-Wochen-Tief markiert — und das kurz vor einem der wichtigsten Quartalstermine des Jahres. Am 22. April legt das Unternehmen seine Q1-Zahlen vor. Der Markt wartet gespannt, ob die operative Stärke aus dem Vorquartal trägt.
UBS zieht die Reißleine
Den unmittelbaren Anstoß für den jüngsten Kursrutsch lieferte eine drastische Neubewertung durch UBS. Analyst Karl Keirstead stufte die Aktie von „Buy“ auf „Neutral“ herab und senkte sein Kursziel von 170 auf 100 US-Dollar. Seine Begründung: Unternehmen verlagern ihre IT-Budgets zunehmend in Richtung KI-Projekte — auf Kosten traditioneller Softwarekategorien. ServiceNow, lange als vergleichsweise immun gegen KI-Disruption gehandelt, verliert diesen Status.
UBS zufolge zeichnete sich dieser Trend bereits im Dezember ab, als Fortune-500-Konzerne ihre Budgets für 2026 finalisierten. Schwache Makrosignale und wachsende KI-Konkurrenz verstärken den Druck zusätzlich.
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Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch
Trotz der UBS-Abstufung hält die Wall Street mehrheitlich an positiven Einschätzungen fest. BTIG etwa senkte zwar sein Kursziel von 200 auf 185 US-Dollar, bekräftigte aber die Kaufempfehlung. Kein einziger Analyst auf der Beobachtungsliste hat bislang eine Verkaufsempfehlung ausgesprochen.
Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 38 Prozent verloren und notiert mehr als 56 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von rund 211 US-Dollar aus Mitte 2025. Das Handelsvolumen am 12. April lag mit 58,7 Millionen Aktien mehr als dreimal so hoch wie der Tagesdurchschnitt von 17,7 Millionen — ein Zeichen für erhöhte Aktivität rund um den Titel.
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Was der 22. April entscheiden wird
Die eigenen Jahresziele hat ServiceNow bislang nicht angetastet. Das Unternehmen peilt für 2026 Abonnementumsätze zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden US-Dollar an, was einem Wachstum von rund 19,5 bis 20 Prozent entspricht. Die operative Marge soll bei etwa 32 Prozent liegen, die Free-Cashflow-Marge bei rund 36 Prozent.
Im zuletzt berichteten Quartal — Q4 2025 — übertraf ServiceNow die Erwartungen mit einem EPS von 0,92 US-Dollar und einem Umsatz von 3,57 Milliarden US-Dollar. Das KI-Workflow-Tool „Now Assist“ kommt mittlerweile auf einen jährlichen Vertragswert von 600 Millionen US-Dollar; das Management peilt bis Ende 2026 die Marke von einer Milliarde an.
Beim Quartalsbericht am 22. April richten sich die Blicke vor allem auf zwei Punkte: die Entwicklung des Bundesbehörden-Geschäfts und die Dynamik im KI-Produktbereich. Beides dürfte darüber entscheiden, ob die aktuell gedrückten Bewertungsniveaus eine Bodenbildung markieren — oder ob der Druck anhält.
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