Nach einem Rückgang von fast 30 Prozent seit Jahresbeginn zeigt die ServiceNow-Aktie erste Lebenszeichen. In den jüngsten Handelssitzungen legte der Titel 5,59 Prozent zu und schloss bei 104,97 Dollar — nachdem er zuvor bis auf 98,34 Dollar gefallen war und damit knapp an seinem 52-Wochen-Tief kratzte.
Geopolitik und Schnäppchenjäger als Kurstreiber
Ausschlaggebend für die Erholung waren zwei Faktoren. Erstens sorgten Berichte über konstruktive Diplomatie zwischen den USA und dem Iran für eine spürbare Entspannung an den globalen Märkten. Niedrigere Energiepreiserwartungen und weniger geopolitische Unsicherheit kamen dem gesamten Technologiesektor zugute.
Zweitens nutzten Investoren den Kursrückgang für Zukäufe. ServiceNow war im Zuge der sogenannten „SaaSpocalypse“ Anfang 2026 unter Druck geraten — einer breiten Neubewertung von Unternehmenssoftware-Aktien, ausgelöst durch Sorgen über die langfristigen Auswirkungen von KI auf klassische SaaS-Geschäftsmodelle.
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Solide Zahlen, wachsendes Ökosystem
Die Fundamentaldaten liefern zumindest keine Enttäuschungen. Im Quartalsbericht vom 28. Januar meldete ServiceNow einen Gewinn je Aktie von 0,92 Dollar — leicht über der Konsensschätzung von 0,89 Dollar. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 20,7 Prozent auf 3,57 Milliarden Dollar. Besonders auffällig: Die vertraglich gesicherten Erlöse (cRPO) wuchsen um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden Dollar, was auf eine stabile Nachfrage in den kommenden Quartalen hindeutet.
Parallel dazu baut das Unternehmen sein Partnernetzwerk aus. Die vertiefte Zusammenarbeit mit Carahsoft Technology Corp. soll den Zugang zu Kunden in den Bereichen Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen und kritische Infrastruktur in den USA und Kanada erleichtern. Ergänzt wird das durch neue Integrationen im ServiceNow Store, zuletzt durch einen Enterprise Connector des Anbieters Ziperase.
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Institutionelle Unterstützung
Auch auf institutioneller Seite gibt es Bewegung. BNP Paribas stufte die Aktie von „Neutral“ auf „Outperform“ hoch und verwies auf das Wachstumspotenzial des Unternehmens. Acima Private Wealth LLC erhöhte seine Position im vierten Quartal um 400 Prozent auf rund 14.785 Aktien. Die institutionelle Gesamtbeteiligung liegt aktuell bei etwa 87 Prozent.
Trotz der jüngsten Erholung bleibt der Titel mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 63 und einem Jahresverlust von knapp 30 Prozent ein Papier, das noch viel aufzuholen hat. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob das cRPO-Wachstum in tatsächliche Umsatzbeschleunigung übersetzt werden kann.
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