ServiceNow hat eine Partnerschaft mit dem Datenschutzspezialisten Cohesity angekündigt – und setzt damit seinen Ausbau im Bereich autonomer KI-Agenten konsequent fort. Doch an der Börse kommt das bislang nicht an: Die Aktie steht trotz solider Fundamentaldaten erheblich unter Druck.
Neue Partnerschaft für KI-Stabilität
Cohesity und ServiceNow wollen gemeinsam sicherstellen, dass KI-Agenten in Unternehmen zuverlässig und sicher operieren können. Konkret geht es darum, Daten, die durch einen fehlerhaften oder kompromittierten Agenten verändert wurden, schnell auf einen verifizierten Zustand zurücksetzen zu können – ohne manuelle Rekonstruktion.
Die Integration zwischen dem ServiceNow AI Agent Control Tower und der Cohesity Data Cloud soll noch in diesem Jahr verfügbar sein. Das Timing ist nicht zufällig: Immer mehr Unternehmen gehen über erste KI-Pilotprojekte hinaus und setzen autonome Agenten ein, die eigenständig in Kernsysteme eingreifen. Ausfallsicherheit wird damit zu einem zentralen Kaufargument.
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Starke Zahlen, schwacher Kurs
Das operative Bild ist überzeugend. Im vierten Quartal 2025 erzielte ServiceNow einen Umsatz von 3,57 Milliarden Dollar – ein Plus von 20,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und leicht über den Erwartungen der Analysten. Der Gewinn je Aktie übertraf den Konsens ebenfalls. Für 2026 erwartet das Unternehmen Abonnementumsätze zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar sowie eine operative Marge von 32 Prozent.
Die KI-Produktlinie Now Assist erreichte Ende 2025 einen jährlichen Vertragswert von 600 Millionen Dollar – und soll 2026 die Milliarden-Marke überschreiten. Das Volumen der AI Control Tower-Verträge verdreifachte sich im letzten Quartal sequenziell.
Trotzdem verlor die Aktie zuletzt deutlich. Auf Jahressicht steht ein Minus von rund 21 Prozent. Anleger befürchten, dass die Ausbreitung eigenständiger KI-Lösungen das klassische Softwaregeschäft unter Druck setzen könnte. Rothschild & Co. Redburn senkte das Kursziel von 230 auf 215 Dollar, bestätigte aber die Kaufempfehlung.
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Analysten bleiben konstruktiv
Von 42 Analysten, die die Aktie abdecken, empfehlen 34 den Kauf – davon drei mit einer starken Kaufempfehlung. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 192 Dollar, was gemessen am aktuellen Kurs von rund 117 Dollar erhebliches Aufwärtspotenzial impliziert. Die institutionelle Beteiligung liegt bei rund 88 Prozent.
Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen haben sich seit 2021 auf 12,9 Milliarden Dollar verdreifacht – ein Indikator für die Qualität des Auftragsbestands, der im aktuellen Kursniveau kaum eingepreist scheint.
Den nächsten konkreten Impuls liefert der Quartalsbericht am 29. April 2026.
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