ServiceNow verschickt diese Woche die Unterlagen für seine Jahreshauptversammlung am 21. Mai 2026 — zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die Aktie notiert nahe ihres 52-Wochen-Tiefs, und eine Reihe von Analysten hat ihre Kursziele zuletzt nach unten korrigiert.
Was Aktionäre abstimmen sollen
Auf der virtuellen Hauptversammlung stehen neun Direktoren zur Wahl, darunter Zoom-Gründer Eric Yuan als neuer Kandidat. Außerdem sollen die Aktionäre über die Vergütung des Managements, die Bestätigung von PricewaterhouseCoopers als Abschlussprüfer sowie eine Erweiterung des Aktienoptionsprogramms abstimmen. Einen Aktionärsantrag zur Einführung von Beschlüssen per schriftlicher Zustimmung empfiehlt der Vorstand abzulehnen.
Starke Kennzahlen, schwacher Kurs
Die Proxy-Unterlagen enthalten die Jahreszahlen für 2025: 13,3 Milliarden Dollar Gesamtumsatz, 21 Prozent Wachstum beim Abonnementumsatz und eine Non-GAAP-Betriebsmarge von 31 Prozent. Das KI-Produkt Now Assist überschritt 600 Millionen Dollar im annualisierten Vertragswert und soll 2026 die Milliarden-Marke erreichen.
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Der Aktienkurs spiegelt diese Zahlen kaum wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 31,7 Prozent verloren — deutlich mehr als der Rückgang von 7,5 Prozent im Technologiesektor. Als Belastungsfaktoren gelten schwächere Ausgaben der US-Bundesbehörden, Währungsgegenwind und zunehmender Wettbewerb.
Analysten senken Ziele, bleiben aber überwiegend positiv
Stifel kürzte sein Kursziel von 180 auf 135 Dollar und verwies auf ein saisonal schwaches erstes Quartal sowie gedämpfte Nachfrage aus dem öffentlichen Sektor. BTIG senkte das Ziel von 200 auf 185 Dollar, hält aber an seiner Kaufempfehlung fest. Von insgesamt 43 Analysten vergeben 36 ein Buy- oder Strong-Buy-Rating, fünf empfehlen Halten, zwei raten zum Verkauf.
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Einige institutionelle Investoren nutzen die Kursschwäche offenbar zum Einstieg: Brown Shipley & Co. erhöhte seine Position im vierten Quartal um 388 Prozent auf rund 40.000 Aktien.
Quartalszahlen als nächster Prüfstein
Für 2026 erwartet ServiceNow einen Abonnementumsatz zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar — ein Wachstum von rund 19,5 bis 20 Prozent, etwas langsamer als die 20,5 Prozent aus dem Vorjahr. Zusätzlich dürfte die Umstellung von selbst gehosteten auf cloud-basierte Deployments das Umsatzwachstum im ersten Quartal um rund 150 Basispunkte belasten.
Die Q1-Ergebnisse werden am 22. April nach US-Börsenschluss veröffentlicht — und dürften den Ton für die Hauptversammlung im Mai maßgeblich mitbestimmen.
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