Die Aktie von ServiceNow notiert knapp über ihrem 52-Wochen-Tief — und der Termin für die Q1-Zahlen steht fest: Am 22. April nach Börsenschluss legt das Unternehmen seine Ergebnisse vor. Für viele Anleger ist das der nächste große Stimmungstest nach einem schwierigen Jahr.
Druck von mehreren Seiten
Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 31,7 % verloren und damit den breiteren Technologiesektor deutlich underperformt. Mehrere Faktoren belasten gleichzeitig: Währungsgegenwind, ein schwieriges makroökonomisches Umfeld — und vor allem die Sorge, dass schnell voranschreitende KI-Modelle von Anthropic und OpenAI die Nachfrage nach klassischer Unternehmenssoftware langfristig aushöhlen könnten.
Hinzu kommt ein spezifisches Problem im US-Bundesgeschäft. Stifel senkte das Kursziel von 180 auf 135 US-Dollar und verwies auf „deutlich schwächere“ Ausgaben der US-Bundesbehörden — eine direkte Folge der aggressiven Kürzungen bei Softwareverträgen durch das Department of Government Efficiency (DOGE).
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Starke Fundamentaldaten, aber ein Fragezeichen bleibt
Das operative Geschäft zeigt sich trotzdem robust. ServiceNow schloss das Geschäftsjahr 2025 mit 13,28 Milliarden US-Dollar Umsatz ab — ein Plus von 21 % gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 erwartet das Unternehmen Abonnementerlöse zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar. Die Erneuerungsrate liegt bei 98 %, was die Abhängigkeit der Unternehmenskunden von der Plattform unterstreicht.
Für Q1 2026 peilt ServiceNow Abonnementerlöse zwischen 3,65 und 3,655 Milliarden Dollar an — ein Wachstum von rund 18,5 bis 19 % auf währungsbereinigter Basis. Allerdings erwartet das Unternehmen durch den laufenden Wechsel von selbst gehosteten zu cloudbasierten Lösungen einen Gegenwind von etwa 150 Basispunkten beim Abonnementwachstum — eine Zahl, die Investoren am 22. April genau unter die Lupe nehmen werden.
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Positiv zu werten: Anfang April sicherte sich ServiceNow eine revolvierende Kreditlinie über 3 Milliarden US-Dollar, erweiterbar um weitere 2 Milliarden, mit Laufzeit bis 2031. Gleichzeitig wurde ein Commercial-Paper-Programm über 3 Milliarden Dollar aufgelegt. Beides stärkt die finanzielle Flexibilität — unabhängig davon, wie die Quartalszahlen ausfallen.
Preismodell im Wandel
Ein weiterer Aspekt, den Analysten beobachten: ServiceNow offenbarte erstmals öffentlich, dass bereits die Hälfte der neu abgeschlossenen Geschäfte auf Preismodellen basiert, die nicht an Nutzerlizenzen gebunden sind. Das Unternehmen kombiniert klassische Sitzplatzgebühren mit KI-Verbrauchstokens — je mehr autonome Funktionen die Plattform übernimmt, desto mehr Token kaufen Kunden nach. Das entkoppelt das Umsatzwachstum von der Mitarbeiterzahl beim Kunden.
Die Wall-Street-Mehrheit bleibt konstruktiv: 42 von 46 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, das Konsensus-Kursziel liegt bei 188,67 Dollar. Morgan Stanley-Analyst Keith Weiss hält an einem Kursziel von 210 Dollar fest. Der Abstand zur aktuellen Notiz von rund 102 Dollar ist damit erheblich — und macht die Ergebnisse vom 22. April zum entscheidenden Datenpunkt der nächsten Wochen.
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