Starke Herabstufungen, steigende Kurse — bei ServiceNow klaffen Analystenmeinung und Marktreaktion aktuell weit auseinander. Am Donnerstag hagelte es reduzierte Kursziele für den Softwarekonzern. Die Aktie reagierte mit einem spürbaren Intraday-Rebound. Wenige Tage vor den Quartalszahlen am 22. April positionieren sich die Akteure neu.
Massive Verluste und ein überraschender Rebound
Das laufende Jahr verlief für ServiceNow bisher brutal. Die Papiere verloren seit Januar rund 46 Prozent an Wert. Erst kürzlich markierte der Kurs ein Jahrestief bei 83 US-Dollar, nachdem die Aktie einen historischen wöchentlichen Einbruch verzeichnete.
Am Donnerstag senkten gleich mehrere Banken ihre Erwartungen. TD Cowen reduzierte das Kursziel auf 140 US-Dollar. Robert W. Baird strich die Prognose drastisch auf 125 US-Dollar zusammen. Auch die Deutsche Bank passte ihre Schätzungen nach unten an.
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Trotz dieser geballten Welle an Kürzungen kletterte die Aktie um 2,3 Prozent auf gut 96 US-Dollar. Ein Grund für diese Widerstandsfähigkeit: Keine der Banken rüttelte an ihren positiven Einstufungen. Die Analysten raten weiterhin mehrheitlich zum Kauf.
KI-Fantasie stützt die Prognose
Die Experten verweisen auf die starke Marktposition und die KI-Strategie des Unternehmens. Die hauseigene KI-Suite „Now Assist“ generiert bereits einen jährlichen Vertragswert von über 600 Millionen US-Dollar. Bis Ende 2026 will das Management hier die Milliardenmarke knacken.
Ein Analyst prognostiziert einen rasanten Aufstieg. ServiceNow könnte als erster Enterprise-Software-Anbieter mehr als zehn Prozent seines Gesamtumsatzes mit KI-Produkten erzielen. Dieser Meilenstein rückt für das vierte Quartal in greifbare Nähe.
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Parallel dazu hält der Vorstand an seinen ehrgeizigen Jahreszielen fest. Das Unternehmen peilt für das laufende Geschäftsjahr weiterhin Abo-Umsätze von gut 15,5 Milliarden US-Dollar an. Das entspricht einem Wachstum von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Hohe Volatilität erwartet
Am kommenden Mittwoch, den 22. April, legt ServiceNow die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Der Markt rechnet mit einem Umsatz von 3,75 Milliarden US-Dollar. Beim Gewinn je Aktie erwarten Beobachter 0,97 US-Dollar.
Die Unsicherheit bleibt hoch. Der Optionsmarkt preist für den Tag nach der Veröffentlichung eine Kursbewegung von rund elf Prozent in beide Richtungen ein. Direkt im Anschluss folgt am 4. Mai der Financial Analyst Day in Las Vegas, bei dem das Management weitere Details zur KI-Monetarisierung präsentieren wird.
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