Der Softwarekonzern ServiceNow hat an der Börse turbulente Monate hinter sich. Seit dem Hoch im Januar 2025 hat das Papier rund die Hälfte seines Wertes eingebüßt. Während der breite Sektor unter einer Neubewertung leidet, rücken nun die robusten Geschäftszahlen und die KI-Strategie des Unternehmens wieder in den Vordergrund.
Frischer Rückenwind von der Wall Street
Das Analysehaus Benchmark stuft die Papiere aktuell mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 125 US-Dollar ein. Analyst Yi Fu Lee sieht nach dem anhaltenden Kursrutsch einen attraktiven Einstiegszeitpunkt für langfristig orientierte Anleger. Mit einem aktuellen Kurs von rund 104 US-Dollar notiert der Titel weit unter seinem 52-Wochen-Hoch von über 211 US-Dollar.
Das Kursziel von Benchmark fällt im Vergleich zum Marktkonsens eher konservativ aus. Die breite Mehrheit der Wall Street bleibt deutlich optimistischer: 42 Analysten empfehlen den Kauf, bei einem durchschnittlichen Ziel von fast 189 US-Dollar. Auch Häuser wie Morgan Stanley und BNP Paribas Exane bekräftigten zuletzt ihre positiven Einschätzungen und verweisen auf das Potenzial der KI-Monetarisierung.
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Operatives Geschäft läuft auf Hochtouren
Der drastische Kursrückgang steht in einem spürbaren Kontrast zur operativen Entwicklung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 kletterte der Umsatz um 21 Prozent auf 13,27 Milliarden US-Dollar. Eine Verlängerungsrate von 98 Prozent bei den über 8.800 Kunden zeugt von einer hohen Vertragsstabilität. Zukünftige Einnahmen sind durch ausstehende Leistungsverpflichtungen in Höhe von 12,85 Milliarden US-Dollar gut abgesichert.
Besonders die Integration von Künstlicher Intelligenz treibt das Wachstum an. So hat sich der neu gewonnene jährliche Vertragswert durch das KI-Tool „Now Assist“ im vierten Quartal im Jahresvergleich mehr als verdoppelt. Fast 40 Prozent mehr Transaktionen überschritten die Millionen-Dollar-Marke.
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Sektor-Risiken und Aktienrückkäufe
Dennoch agiert das Unternehmen nicht im luftleeren Raum. Der gesamte Softwaresektor leidet unter einer Anpassung der Bewertungsmaßstäbe, da Kunden zunehmend auf ergebnisbasierte Preismodelle pochen. Hinzu kommen reale Belastungsfaktoren wie knappe Budgets bei US-Behörden und ein leichter Rückgang der bereinigten Bruttomarge bei den Abonnements von 85 auf 83 Prozent.
Auch die Integration der übernommenen Firmen Armis und Veza birgt operative Herausforderungen. Als Stütze für den Aktienkurs dient derweil ein genehmigtes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von fünf Milliarden US-Dollar, von dem zwei Milliarden beschleunigt umgesetzt werden sollen.
Am 22. April 2026 wird ServiceNow nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Quartal präsentieren. Anleger richten den Fokus dabei auf die Monetarisierung der KI-Dienste. Ein Nachweis für anhaltendes Wachstum in diesem Segment bildet die fundamentale Voraussetzung, um den historischen Bewertungsabschlag der Aktie abzubauen.
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