Wenn der eigene CEO vor einer massiven Arbeitslosigkeit durch Künstliche Intelligenz warnt, horchen Anleger auf. Bill McDermott prognostiziert, dass KI-Agenten bald einen Großteil der Routineaufgaben übernehmen und die Arbeitslosigkeit unter Hochschulabsolventen auf über 30 Prozent treiben könnten. Diese provokante These lenkt den Blick direkt auf die aggressive Software-Strategie des Unternehmens – und auf eine Aktie, die zuletzt eine harte Korrektur verdauen musste.
Starke Zahlen, schwacher Kurs
Zwischen Dezember 2025 und Anfang März 2026 verlor das Papier rund 34 Prozent an Wert und notiert aktuell bei etwa 113 US-Dollar. Verantwortlich für den Kursrutsch waren vor allem Sorgen über sinkende Margen sowie ein branchenweiter Abverkauf im Tech-Sektor. An den fundamentalen Daten lag es jedenfalls nicht. Im vierten Quartal 2025 übertraf ServiceNow die Erwartungen mit einem Umsatz von 3,57 Milliarden US-Dollar und einem starken Wachstum bei den Abonnementeinnahmen.
Auch die Prognose für das laufende Geschäftsjahr fällt mit einer erwarteten operativen Marge von 32 Prozent robust aus. Ein geplantes Aktienrückkaufprogramm über fünf Milliarden US-Dollar soll den Kurs zusätzlich stützen.
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Milliarden-Zukauf in der Cybersicherheit
Parallel zum Ausbau der KI-Plattform sichert sich das Unternehmen ein weiteres strategisches Standbein. Für 7,75 Milliarden US-Dollar in bar übernimmt ServiceNow den Cybersicherheits-Spezialisten Armis. Es ist der bislang größte Zukauf in der Firmengeschichte. Ziel ist es, eine durchgängige Sicherheitsarchitektur für Unternehmen aufzubauen.
Da die weltweiten Ausgaben für Informationssicherheit im Jahr 2026 voraussichtlich auf 240 Milliarden US-Dollar steigen werden, positioniert sich der Softwarekonzern in einem lukrativen Wachstumsmarkt. Der Abschluss der Transaktion wird nach behördlicher Zustimmung für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.
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KI-Agenten als Wachstumstreiber
McDermotts Warnung vor dem Verlust von Arbeitsplätzen kommt nicht von ungefähr. ServiceNow baut seine autonomen KI-Fähigkeiten massiv aus. Eine neue Plattform soll natürliche Sprachanfragen von Mitarbeitern direkt in automatisierte Prozesse umwandeln. Erste interne Daten zeigen, dass ein spezieller KI-Assistent bereits über 90 Prozent der IT-Anfragen von Angestellten löst. Eine neue Partnerschaft mit Anthropic zur Integration der Claude-Modelle untermauert diesen technologischen Anspruch.
Marktbeobachter wie die Analysten von Jefferies halten die Aktie nach den jüngsten Kursverlusten für zu Unrecht abgestraft. Die zentrale Debatte am Markt dreht sich derzeit darum, ob ServiceNows eigene KI-Produkte stark genug sind, um sich gegen gebündelte Angebote von Konkurrenten wie Microsoft durchzusetzen.
Ob die teure Expansion in Cybersicherheit und autonome KI-Agenten die Margensorgen der Investoren dauerhaft zerstreuen kann, wird sich bald in den Büchern niederschlagen. Am 29. April 2026 legt ServiceNow die Ergebnisse für das erste Quartal vor und muss beweisen, dass die technologische Vision auch in einem schwierigen Marktumfeld profitables Wachstum liefert.
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