BTIG Research hat das Kursziel für ServiceNow am heutigen Mittwoch von 150 auf 170 US-Dollar angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Die Anhebung fällt in eine Phase, in der die Aktie an der Börse etwas Schwung verloren hat: Im deutschen Handel notiert das Papier bei 114,00 Euro und büßt am heutigen Tag 1,4 Prozent ein, nachdem es bereits gestern auf 115,60 Euro zurückgefallen war.

Über die vergangenen sieben Tage steht ein Minus von 3,4 Prozent zu Buche, während sich der Titel auf Monatssicht mit einem Plus von 3,4 Prozent noch im positiven Bereich hält.

Solides Geschäft als Fundament

Die optimistische Einschätzung von BTIG stützt sich auf ein Geschäft, das im zweiten Quartal 2026 deutlich zugelegt hat. ServiceNow meldete damals Abonnementerlöse von 3.877 Millionen US-Dollar, ein Plus von 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Gesamterlöse kletterten auf 3.987 Millionen US-Dollar, was einem Wachstum von 24 Prozent entspricht. Besonders bemerkenswert: Die KI-Sparte des Unternehmens überschritt im selben Quartal erstmals die Marke von einer Milliarde US-Dollar an jährlichem Vertragsvolumen.

Auf Basis dieser Entwicklung hob ServiceNow im Juli seine Umsatzprognose für das laufende Jahr an. Die Abonnementerlöse sollen 2026 nun zwischen 15,755 und 15,770 Milliarden US-Dollar liegen, ein währungsbereinigtes Wachstum von 21 Prozent.

Das Unternehmen hält zudem an seiner operativen Margenzielgröße von 31,5 Prozent sowie an einer Free-Cashflow-Marge von 35 Prozent fest. Für das dritte Quartal stellt der Konzern Abonnementerlöse zwischen 3,975 und 3,980 Milliarden US-Dollar in Aussicht, verbunden mit einer operativen Marge von 31 Prozent.

Partnerschaften erweitern die Reichweite

Auch auf der Geschäftsseite tut sich einiges: ServiceNow und Tech Mahindra kündigten Ende August eine ausgeweitete mehrjährige Partnerschaft an, die die ServiceNow AI Platform mit der Branchenexpertise von Tech Mahindra verbindet.

Tech Mahindra bearbeitet nach eigenen Angaben monatlich mehr als 100.000 Fälle in 90 Ländern und konnte den erstinstanzlichen IT-Support bereits um rund ein Viertel optimieren. Die Kooperation zielt auf Branchen wie Fertigung, Telekommunikation, Finanzdienstleistungen, Medien und Technologie ab.

Insider trennen sich von Aktien

Parallel zu den positiven Unternehmensmeldungen fallen jüngste Insidertransaktionen auf. Direktor Paul Chamberlain verkaufte am Dienstag 2.700 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 135,50 US-Dollar, insgesamt für 365.850 US-Dollar – ein Rückgang seines Aktienbestands um 5,78 Prozent.

Bereits Ende August hatte Insider Paul Fipps 2.034 Aktien zu 147,87 US-Dollar veräußert, was seine Beteiligung um 10 Prozent reduzierte. Solche Verkäufe geben für sich genommen keinen zwingenden Hinweis auf die Geschäftsaussichten, verdienen bei Anlegern aber Aufmerksamkeit, wenn sie mit erhöhter Kursvolatilität zusammenfallen – und die liegt bei ServiceNow derzeit bei 56 Prozent auf Jahressicht.

Bank of America hatte bereits am 19. August ihr Kursziel von 130 auf 150 US-Dollar angehoben und ebenfalls zum Kauf geraten. Die nächsten Quartalszahlen sind für den 28. Oktober angesetzt und dürften zeigen, ob das Wachstumstempo bei Abonnements und KI-Verträgen anhält.