Zwei Tage, zwei kräftige Kurssprünge — und trotzdem notiert ServiceNow noch immer rund 36 Prozent im Minus seit Jahresbeginn. Die Erholung ist real, aber sie kratzt bislang nur an der Oberfläche eines tiefen Einbruchs.
Geopolitik als Kurstreiber
Den Auftakt machte Bernstein. Die Investmentbank bekräftigte am 14. April ihr Outperform-Rating und argumentierte, ServiceNow sei als Plattform für KI-gestützte Geschäftsprozesse kaum durch große Sprachmodelle ersetzbar. Der Kern: Prozessautomatisierung brauche Verlässlichkeit, Auditierbarkeit und Sicherheit — Eigenschaften, die agentenbasierte KI-Lösungen nicht liefern. Die Aktie stieg daraufhin um 6,2 Prozent.
Am 15. April legte der Kurs nochmals um 7,3 Prozent zu. Diesmal war der Auslöser geopolitisch: Hoffnungen auf Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sorgten für breite Risikobereitschaft an den Märkten.
Kein Wunder, dass Anleger nach Monaten des Drucks auf jeden Anlass reagieren.
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Tief im Minus, aber Citi sieht Potenzial
Der aktuelle Kurs von 94,09 Dollar liegt 55 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 208,94 Dollar aus dem Juli 2025. Den schärfsten Einzelschlag lieferte UBS-Analyst Karl Keirstead: Er stufte die Aktie von Buy auf Neutral herab und kappte sein Kursziel von 170 auf 100 Dollar.
Breiter ist das Bild allerdings konstruktiver. Von 32 Analysten empfehlen die meisten die Aktie weiterhin zum Kauf. Goldman Sachs hält an seiner Kaufempfehlung fest, senkte das Kursziel aber von 216 auf 188 Dollar. Stifel reduzierte von 180 auf 135 Dollar, BTIG von 200 auf 185 Dollar — beide mit unveränderter Kaufempfehlung.
Citi signalisiert indes, dass ServiceNow die Erwartungen für das erste Quartal leicht übertreffen könnte. Branchenquellen berichten von wachsender Nutzung im KI-Segment, auch wenn das Großkundengeschäft und der öffentliche Sektor zuletzt schwächer liefen. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 0,95 Dollar und einem Umsatz von 3,75 Milliarden Dollar.
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Produktoffensive und Analyst Day
ServiceNow hat sein gesamtes Produktportfolio auf KI umgestellt. Neu eingeführt wurde die sogenannte Context Engine, die Entscheidungsdaten über verschiedene KI-Agenten hinweg verknüpft. Entwickler können Workflows künftig direkt auf der Plattform einsetzen.
Für das Gesamtjahr 2026 hält das Unternehmen an seiner Prognose fest: Abonnementumsätze zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar, ein Wachstum von rund 20 Prozent. Die operative Marge soll bei etwa 32 Prozent liegen, die Free-Cashflow-Marge bei rund 36 Prozent.
Am 22. April legt ServiceNow seine Q1-Zahlen vor. Der Optionsmarkt preist derzeit eine Kursbewegung von rund 11 Prozent in beide Richtungen ein — ein Maßstab dafür, wie viel an diesem Tag auf dem Spiel steht. Am 4. Mai folgt in Las Vegas der Financial Analyst Day, bei dem das Management seine KI-Strategie und Finanzziele detaillierter vorstellen will.
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