ServiceNow hat am 28. Januar 2026 die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der Gewinn je Aktie lag bei 92 Cent, während Analysten nur 89 Cent prognostiziert hatten. Die Erlöse stiegen auf 3,57 Milliarden Dollar – ein Plus von knapp 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dennoch verlor die Aktie im vorbörslichen Handel rund 6 Prozent an Wert.
Warum der Kursrutsch trotz Rekordergebnis?
Die Reaktion des Marktes mag auf den ersten Blick paradox erscheinen, doch der Teufel steckt im Detail. ServiceNow gab einen Ausblick für das Gesamtjahr 2026, der zwar leicht über den Erwartungen liegt, aber offenbar nicht spektakulär genug ausfiel, um die hohen Bewertungen zu rechtfertigen. Das Unternehmen rechnet mit Subscription-Erlösen zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar – ein Wachstum von etwa 20,75 Prozent am Mittelpunkt der Spanne. In konstanter Währung entspricht dies rund 19,75 Prozent, verglichen mit den von der Straße erwarteten 18,5 Prozent.
Für das erste Quartal 2026 peilt ServiceNow Subscription-Erlöse von 3,65 bis 3,66 Milliarden Dollar an, was einem Anstieg von etwa 21,5 Prozent entspricht. Die operative Marge soll bei 31,5 Prozent liegen. Analysten von Piper Sandler kommentierten, dass trotz der leicht besseren Prognose einige Investoren enttäuscht reagiert hätten. Dennoch bewerten sie das vierte Quartal als weiteren Beleg für starke Ausführung.
KI-Offensive nimmt Fahrt auf
ServiceNow positioniert sich zunehmend als zentrale Schaltstelle für künstliche Intelligenz im Unternehmensumfeld. Das Unternehmen hat seine Partnerschaften mit führenden KI-Entwicklern wie Anthropic und OpenAI ausgebaut. Claude-Modelle von Anthropic werden künftig tiefer in die Produkte integriert und dienen als Standardmodell für den Build Agent, der Entwicklern beim Erstellen automatisierter Workflows hilft. Laut ServiceNow könnte dies die Implementierungszeit für Kunden um bis zu 50 Prozent verkürzen.
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CEO Bill McDermott betonte, die Partnerschaft mit Anthropic ziele darauf ab, „Intelligenz durch KI-native Workflows in Aktion zu verwandeln“. Die Nachfrage nach KI-gestützten Produkten bleibt robust, da Unternehmen in Tools investieren, um Arbeitsabläufe zu automatisieren und die Produktivität zu steigern. Allerdings verschärft sich der Wettbewerb durch neue autonome KI-Agenten.
Kundenbasis wächst solide
Die Zahlen zur Kundenbindung und -erweiterung zeigen eine positive Entwicklung. Die Anzahl der Kunden mit einem jährlichen Vertragswert von über 5 Millionen Dollar stieg von 420 im vierten Quartal 2023 auf 603 im vierten Quartal 2025. Gleichzeitig erhöhte sich der durchschnittliche Vertragswert in diesem Segment von 13,0 auf 14,7 Millionen Dollar. Die Verlängerungsrate lag bei beeindruckenden 98 Prozent.
Die verbleibenden Vertragsverpflichtungen (cRPO) kletterten auf 12,85 Milliarden Dollar – ein Anstieg um 25 Prozent im Jahresvergleich. Die gesamten verbleibenden Vertragsverpflichtungen erreichten 28,2 Milliarden Dollar, was einer Steigerung von 26,5 Prozent entspricht und eine starke Visibilität für künftige Umsätze bietet.
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Aktienrückkauf als Vertrauenssignal
ServiceNow kündigte ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar an. Das Unternehmen plant, kurzfristig einen beschleunigten Rückkauf im Volumen von 2 Milliarden Dollar durchzuführen. Diese Maßnahme signalisiert Vertrauen in die finanzielle Gesundheit und die Zukunftsaussichten des Konzerns.
Die operative Marge auf Non-GAAP-Basis erreichte im vierten Quartal 31 Prozent – eine Verbesserung um etwa 150 Basispunkte. Die Free-Cash-Flow-Marge sprang um beachtliche 950 Basispunkte auf 57 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert ServiceNow eine operative Marge von 32 Prozent und eine Free-Cash-Flow-Marge von 36 Prozent.
Trotz der soliden operativen Performance bleibt die Aktie unter Druck. Nach der Veröffentlichung der Zahlen notierte sie im nachbörslichen Handel bei 132,30 Dollar – ein leichtes Plus von 0,38 Prozent, nachdem sie im regulären Handel 1,65 Prozent verloren hatte. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 123,78 bis 234,08 Dollar, was die Volatilität der vergangenen Monate verdeutlicht.
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