ServiceNow steht vor einem entscheidenden Quartalsbericht. Der Softwarekonzern öffnet heute nach US-Börsenschluss seine Bücher. Die Ausgangslage ist paradox. Das Management sieht einen gigantischen Zielmarkt von 600 Milliarden US-Dollar. Die Aktie handelt derweil nahe an einem Mehrjahrestief.
Das Unternehmen wächst aggressiv durch Zukäufe. Durch Übernahmen in den Bereichen Sicherheit und Identitätsmanagement hat sich der adressierbare Markt laut Vorstand vervielfacht. Ursprünglich ging ServiceNow von lediglich 90 Milliarden US-Dollar aus.
Hohe Erwartungen trotz Gegenwind
Analysten rechnen für das erste Quartal mit einem Umsatz von 3,75 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von gut 21 Prozent zum Vorjahr. Beim Gewinn je Aktie liegt der Konsens bei 95 US-Cent.
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In der Vergangenheit hat das Unternehmen die Prognosen regelmäßig übertroffen. Allerdings bremsen aktuell einige Faktoren das Wachstum. Der Wechsel von selbst gehosteten Systemen in die Cloud drückt auf die Marge. Hinzu kommt eine deutliche Schwäche im öffentlichen Sektor. Die Aufträge der US-Regierung brachen im ersten Quartal massiv ein.
KI als künftiger Umsatztreiber
Trotz der aktuellen Hürden wächst die Fantasie im Bereich der Künstlichen Intelligenz. ServiceNow integriert Modelle von Partnern wie Microsoft und OpenAI in seine Arbeitsabläufe. Oppenheimer-Analyst Brian Schwartz erwartet hier einen Meilenstein.
Er prognostiziert, dass KI-Dienste bis Ende 2026 über zehn Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen werden. Das wäre ein Novum in der Softwarebranche. Dennoch senkte Schwartz sein Kursziel auf 130 US-Dollar. Er begründet dies mit branchenweit sinkenden Bewertungen.
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Teure Bewertung drückt auf den Kurs
Auch andere Banken passen ihre Modelle an. Deutsche Bank und TD Cowen reduzierten ihre Kursziele auf 135 beziehungsweise 140 US-Dollar. Beide raten aber weiterhin zum Kauf der Aktie.
Das Problem: die fundamentale Bewertung. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 22 ist das Papier deutlich teurer als der Branchendurchschnitt. Die jüngste Anhebung der Jahresprognose auf über 15,5 Milliarden US-Dollar reichte nicht aus, um Investoren zu beruhigen.
Die Aktie pendelt aktuell um die Marke von 102 US-Dollar. Das ist weit entfernt vom Jahreshoch bei gut 211 US-Dollar. Heute Abend rücken nun die konkreten Zahlen in den Fokus. Investoren achten dabei besonders auf das Wachstum der Abonnementeinnahmen und die Fortschritte bei der KI-Monetarisierung.
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