ServiceNow: DXC als Customer Zero für Agentic AI

ServiceNow präsentiert auf der Hausmesse neue KI-Agenten, während die Aktie nach schwachen Prognosen massiv einbricht. Analysten sind uneins über die künftige Entwicklung.

ServiceNow Aktie
Kurz & knapp:
  • Präsentation autonomer KI-Software-Agenten
  • Aktie nach Quartalszahlen um 17 Prozent gefallen
  • Uneinigkeit der Analysten über Kursziele
  • KI-Vertragsziel auf 1,5 Milliarden Dollar angehoben

In Las Vegas feiert ServiceNow auf seiner Hausmesse Knowledge 2026 die Zukunft der Künstlichen Intelligenz. Auf dem Börsenparkett herrscht derweil Katerstimmung. Nach einem brutalen Kursrutsch infolge der jüngsten Quartalszahlen klaffen die Erwartungen von Management und Analysten weit auseinander.

Von Assistenten zu autonomen Agenten

Im Zentrum der Konferenz steht der Wechsel von assistierender zu sogenannter agentischer KI. Die neuen Software-Agenten sollen komplexe Aufgabenpakete selbstständig durchdenken und ausführen. Als Vorzeigekunde fungiert der IT-Dienstleister DXC Technology. Das Unternehmen integriert die autonomen Systeme weitreichend in Kernbereiche wie Personalwesen, Finanzen und Beschaffung.

Diese technologische Aufbruchstimmung trifft auf eine tief verunsicherte Investorenbasis. Zwar übertraf der Softwarekonzern im ersten Quartal die Umsatzerwartungen mit Erlösen von knapp 3,8 Milliarden US-Dollar. Allerdings schickten Warnungen vor Projektverzögerungen im Nahen Osten, ein schwacher Ausblick für die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) und eine gedämpfte Margenprognose die Papiere auf Talfahrt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ServiceNow?

Die Aktie brach nach dem Bericht um rund 17 Prozent ein. Auf Jahressicht beläuft sich das Minus auf über 50 Prozent. Vom Allzeithoch hat sich der Wert sogar um mehr als 60 Prozent entfernt.

Gespaltenes Analystenlager

Die Reaktionen der Wall Street fallen ungewöhnlich zerrissen aus. Zahlreiche Banken kappten ihre Kursziele massiv, während andere Institute das aktuelle Niveau als Einstiegschance werten:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ServiceNow?

  • Morgan Stanley senkte das Ziel auf 180 US-Dollar.
  • Macquarie reduzierte auf 109 US-Dollar und verwies auf das verlangsamte Wachstum bei den Leistungsverpflichtungen.
  • Citigroup hob das Ziel auf 158 US-Dollar an und rechnet mit anhaltend hohem Abo-Wachstum.
  • BNP Paribas stufte die Aktie auf „Outperform“ hoch (Ziel: 140 US-Dollar) und lobte die Fortschritte bei der KI-Monetarisierung.

Der Kern des Streits: KI-Umsätze

Im Zentrum der Debatte steht das Tempo, mit dem ServiceNow seine KI-Werkzeuge in harte Umsätze verwandelt. Das Management zeigt sich optimistisch und hob das Ziel für den jährlich wiederkehrenden KI-Vertragswert für 2026 auf 1,5 Milliarden US-Dollar an.

Erste Erfolge sind sichtbar. Mehr als die Hälfte des Neugeschäfts stammt mittlerweile aus Lizenzen, die nicht an einzelne Arbeitsplätze gebunden sind. Das belegt, dass die neuen KI-Funktionen zusätzliche Budgets bei Bestandskunden freisetzen.

Mit dem Abschluss der Konferenztage in Las Vegas verschiebt sich der Fokus auf die operative Umsetzung. Erreicht ServiceNow die hochgesteckten Umsatzziele für seine autonomen Software-Agenten, bietet das stark korrigierte Bewertungsniveau erheblichen Spielraum. Verfehlt das Unternehmen diese Vorgaben, droht eine dauerhafte Abstufung des Softwarekonzerns.

ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 5. Mai liefert die Antwort:

Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu ServiceNow

ServiceNow Jahresrendite