ServiceNow: Guidance auf $15,74–15,78 Milliarden erhöht

ServiceNow übertrifft Q1-Erwartungen und hebt Prognose an. Die KI-Nachfrage und die Armis-Übernahme prägen das Wachstum, belasten aber die Margen.

ServiceNow Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzplus von 22 Prozent im ersten Quartal
  • Jahresprognose für Abonnementumsätze angehoben
  • Milliardenschwere Armis-Übernahme abgeschlossen
  • Aktie springt nach Analystenbestätigung an

Starke KI-Nachfrage, eine milliardenschwere Übernahme und ein Kurssprung von über sechs Prozent an einem einzigen Tag — ServiceNow hat das erste Quartal 2026 mit einer klaren Botschaft abgeschlossen: Das Unternehmen wächst schneller als erwartet, auch wenn Geopolitik und Akquisitionskosten an den Margen nagen.

Zahlen übertreffen Erwartungen

Der Gesamtumsatz kletterte im ersten Quartal auf 3,77 Milliarden Dollar — ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr und knapp über der Konsensschätzung von 3,74 Milliarden Dollar. Das Kerngeschäft mit Abonnements wuchs im gleichen Tempo auf 3,67 Milliarden Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie landete ServiceNow bei 0,97 Dollar und übertraf damit die Analystenerwartung von 0,96 Dollar.

Die operative Marge blieb mit 31 Prozent solide. Allerdings gab die Bruttomarge im Abonnementgeschäft nach — von 84,5 auf 82,5 Prozent. Als Hauptgrund nannte das Management die finanziellen Auswirkungen jüngster Großübernahmen.

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Prognose angehoben, KI als Treiber

Auf Basis der starken Quartalszahlen hob ServiceNow die Jahresprognose für Abonnementumsätze an. Neu erwartet das Unternehmen zwischen 15,74 und 15,78 Milliarden Dollar — rund 200 Millionen Dollar mehr als die bisherige Zielspanne. Für das zweite Quartal prognostiziert das Management Abonnementumsätze zwischen 3,815 und 3,820 Milliarden Dollar, womit es die durchschnittliche Analystenerwartung von 3,75 Milliarden Dollar deutlich übertrifft.

Als Wachstumsmotor gilt die steigende Nachfrage nach KI-gestützter Unternehmenssoftware. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen — ein wichtiger Frühindikator für künftige Umsätze — stiegen um 22,5 Prozent auf 12,64 Milliarden Dollar.

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Armis-Übernahme und geopolitische Bremse

Am 20. April schloss ServiceNow die Übernahme des Cybersicherheitsunternehmens Armis für 7,75 Milliarden Dollar ab. Die Integration soll Echtzeit-Asset-Erkennung und Cyber-Risikomanagement in die KI-Plattform einbinden. Kurzfristig drückt der Deal jedoch auf die Rentabilität: Das Management rechnet mit einem Rückgang der Free-Cashflow-Marge um rund 200 Basispunkte für das Gesamtjahr.

Hinzu kommt ein geopolitischer Gegenwind. Mehrere große Sovereign-Cloud-Deals im Nahen Osten verzögerten sich wegen des anhaltenden Regionalkonflikts — das kostete rund 75 Basispunkte beim Abonnementumsatzwachstum. Immerhin: 16 Verträge mit einem Jahreswert von jeweils mehr als fünf Millionen Dollar wurden im Quartal dennoch abgeschlossen.

Kurs erholt sich, technische Hürden bleiben

Die Aktie legte am Freitag um 6,4 Prozent auf 90,17 Dollar zu, nachdem Sanford C. Bernstein das Rating auf „Outperform“ bestätigte und das Kursziel auf 226 Dollar anhob. Technisch bleibt die Lage angespannt: Der Kurs liegt deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 153,68 Dollar und dem 50-Tage-Durchschnitt von 105,52 Dollar. Das 52-Wochen-Hoch von 211,48 Dollar ist weit entfernt. Die fundamentale Verbesserung ist real — die charttechnische Aufholjagd hat gerade erst begonnen.

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