Starkes operatives Wachstum, schwankende Kurse — bei ServiceNow klaffen fundamentale Entwicklung und Marktbewertung derzeit auseinander. Während geopolitische Gegenwinde den Aktienkurs zuletzt bremsten, untermauern neue Branchendaten die strategische Stärke des Softwarekonzerns. Das Unternehmen etabliert sich zunehmend als zentrale Schaltstelle für Künstliche Intelligenz in US-Konzernen.
KI-Plattform als Wachstumstreiber
Ein aktueller Bericht der Information Services Group (ISG) bestätigt diesen Trend. Amerikanische Unternehmen bauen ihre IT-Strukturen massiv um. Sie konsolidieren fragmentierte Software-Werkzeuge und nutzen ServiceNow als zentrale Plattform. Ziel dieser Transformation ist eine messbare Automatisierung durch KI-gestützte Systeme.
Das schlägt sich in den Prognosen des Managements nieder. ServiceNow hob das Umsatzziel für seine KI-Suite „Now Assist“ kürzlich deutlich an. Statt der ursprünglich angepeilten Milliarde US-Dollar erwartet der Vorstand nun ein jährliches Vertragsvolumen von 1,5 Milliarden US-Dollar.
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Diskrepanz zur Konkurrenz
Finanzanalysten beobachten derweil ein Bewertungs-Paradoxon. Im ersten Quartal steigerte ServiceNow den währungsbereinigten Abo-Umsatz um 19 Prozent auf knapp 3,7 Milliarden US-Dollar. Damit wächst das Kerngeschäft rund sieben Prozentpunkte schneller als die Cloud-Sparte von Microsoft.
Trotz dieser Dynamik wird die Aktie mit einem geringeren Gewinnvielfachen gehandelt als der Konkurrent aus Redmond. Ein Grund für die jüngste Zurückhaltung am Markt sind verzögerte Vertragsabschlüsse im Nahen Osten. Das Management machte dafür den anhaltenden regionalen Konflikt verantwortlich.
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Ein Blick auf die Auftragsbücher relativiert diese Sorgen. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (cRPO) kletterten währungsbereinigt um 21 Prozent. Mit einem Volumen von 12,64 Milliarden US-Dollar übertraf das Unternehmen die eigenen Zielvorgaben.
Insider-Verkauf und Analystentag
Parallel dazu registrieren Marktbeobachter Bewegungen in der Führungsetage. Personal- und KI-Chefin Jacqueline Canney veräußerte in der vergangenen Woche knapp 9.000 Aktien. Die Transaktion hatte ein Volumen von rund 800.000 US-Dollar. Nach dem Verkauf hält die Managerin weiterhin einen substanziellen Bestand von über 29.000 Papieren.
Neue Impulse für die Bewertung könnten in wenigen Tagen folgen. Am 4. Mai lädt ServiceNow zum Financial Analyst Day nach Las Vegas. Investoren erwarten dort detaillierte Pläne zur Monetarisierung der KI-Dienste sowie konkrete Ziele für den freien Cashflow bis zum Jahr 2027.
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