Der Brennstoffzellen-Hersteller SFC Energy hat am 14. August seine Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt und die Prognose für das laufende Jahr präzisiert. Medienberichten zufolge verzeichnete das Unternehmen eine massive Steigerung der Profitabilität.
Während sich das bereinigte EBITDA auf 18,4 Millionen Euro verdoppelte, konnte das bereinigte EBIT mit 14,0 Millionen Euro eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielen.
Rekordauftrag aus der Ukraine stützt Wachstum
Ein wesentlicher Treiber für die positive Entwicklung war das Segment Clean Energy, dessen Umsatz um 22,7 Prozent zulegte. Davon entfielen rund 22 Millionen Euro auf Lieferungen in die Ukraine. Das Unternehmen wickelt dort derzeit einen im Mai erteilten Großauftrag über insgesamt 42,7 Millionen Euro ab. Dabei handelt es sich um die Lieferung mobiler Brennstoffzellensysteme, was den bisher größten Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte darstellt.
Die starke operative Dynamik spiegelt sich in den Auftragsbüchern wider. Der Auftragsbestand belief sich zur Jahresmitte auf 105 Millionen Euro, während der Auftragseingang in den ersten sechs Monaten mit 108,6 Millionen Euro einen neuen Bestwert erreichte. Das Konzernperiodenergebnis verbesserte sich dadurch signifikant auf 7,3 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum lediglich ein kleiner Gewinn im sechsstelligen Bereich erzielt worden war.
Kursentwicklung und Marktbewertung
Die positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch in der Performance an der Börse wider. Die Aktie von SFC Energy verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von 66 Prozent. Am vergangenen Freitag schloss das Papier bei 20,40 Euro. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich auf Basis dieses Kursniveaus derzeit auf 356,66 Millionen Euro.
Management erhöht das untere Ende der Prognose
Auf Basis der starken Halbjahreszahlen hat der Vorstand die Zielsetzungen für das Gesamtjahr 2026 konkretisiert. Der erwartete Konzernumsatz wird nun am oberen Ende der bisherigen Spanne bei bis zu 175 Millionen Euro gesehen. Das bereinigte EBITDA soll ein Niveau von mindestens 31,5 Millionen Euro erreichen. Beim bereinigten EBIT wird laut Unternehmensangaben ein Wert von bis zu 25,5 Millionen Euro angestrebt.
Analysten bewerteten die Nachrichten überwiegend positiv. Die Experten von Berenberg hoben am 14. August ihr Kursziel von 24,00 Euro auf 27,50 Euro an und bestätigten ihre Kaufempfehlung. Auch Deutsche Bank Research bekräftigte am selben Tag die Einstufung „Buy“ mit einem Kursziel von 26,00 Euro. Marktbeobachter verwiesen dabei auf die deutlich verbesserte Marge, die im ersten Halbjahr beim bereinigten EBITDA auf 22,4 Prozent stieg.
Ausblick auf den Kapitalmarkttag im Herbst
Für die weitere strategische Ausrichtung wird der angekündigte Capital Markets Day am 7. Oktober 2026 von Bedeutung sein. Wie SFC Energy Anfang August mitteilte, findet die Veranstaltung für institutionelle Investoren und Analysten in Swindon statt. Das Unternehmen geht mit einer soliden Bilanz in das zweite Halbjahr: Zum 30. Juni wurde eine Nettofinanzposition von rund 41,16 Millionen Euro ausgewiesen. Anleger erhoffen sich vom Termin im Oktober weitere Details zur langfristigen Wachstumsstrategie über das aktuelle Rekordjahr hinaus.
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