SFC Energy hat das Geschäftsjahr 2025 offiziell mit einem leichten Verlust abgeschlossen. Während hohe Investitionen und gestiegene Kosten das Ergebnis drückten, richtet das Management den Blick auf eine profitable Rückkehr auf den Wachstumspfad im laufenden Jahr. An der Börse überwiegt zum Wochenstart angesichts eines geschrumpften Auftragsbestands jedoch die Zurückhaltung.

Rote Zahlen trotz stabilem Umsatz

Der nun vorgelegte testierte Konzernabschluss bestätigt das Bild eines teuren Übergangsjahres. Zwar hielt das Unternehmen den Umsatz mit 143,3 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau, unter dem Strich stand jedoch ein Konzernfehlbetrag von knapp 887.000 Euro. Verantwortlich für diesen Rutsch in die roten Zahlen waren gestiegene Vertriebs- und Entwicklungskosten sowie temporäre Ausgaben für Cybersicherheit und die Einführung eines neuen ERP-Systems.

Ein weiterer Wermutstropfen ist der Auftragsbestand, der zum Jahreswechsel von 104,6 auf 78,6 Millionen Euro spürbar zurückging. Diese Gemengelage spiegelt sich im aktuellen Handel wider: Der Titel verliert heute 3,61 Prozent auf 13,90 Euro und reagiert damit empfindlich auf die fehlende kurzfristige Wachstumsdynamik.

Verteidigung als zentraler Wachstumstreiber

Für das laufende Jahr 2026 gibt sich der Vorstand wesentlich optimistischer und bestätigte die Umsatzprognose von 150 bis 160 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) soll dabei auf 20 bis 24 Millionen Euro klettern. Den Schlüssel zu dieser Margenverbesserung bildet das Geschäft mit Sicherheits- und Verteidigungsanwendungen.

Dieser Bereich steuerte zuletzt bereits die Hälfte der Erlöse bei und soll im laufenden Jahr auf rund 60 Prozent anwachsen. Zusätzliche Impulse plant SFC Energy durch den Aufbau einer US-Produktion, ein profitables Wasserstoff-Geschäft in Dänemark sowie neue Power-Management-Plattformen für die Drohnenabwehr.

Um die ehrgeizigen Ziele für 2026 zu erreichen, muss das Unternehmen die anhaltenden makroökonomischen Herausforderungen bewältigen. Neben möglichen Reibungsverlusten durch den laufenden ERP-Rollout stellen Wechselkursschwankungen und protektionistische US-Zollpolitiken konkrete Risikofaktoren für die anvisierte Profitabilität dar. Gelingt es SFC Energy nicht, das geplante Umsatzwachstum im margenstarken Rüstungssektor zeitnah in zählbare Gewinne umzuwandeln, dürfte eine nachhaltige charttechnische Erholung der Aktie ausbleiben.