Starke Halbjahreszahlen und Großauftrag aus der Ukraine

SFC Energy setzt seinen Expansionskurs im laufenden Jahr mit einer deutlichen Fokussierung auf die Bereiche Verteidigung und Sicherheit fort. Nachdem das Unternehmen Mitte August seine Prognosen für das Gesamtjahr 2026 nach oben präzisiert hat, unterstrichen jüngste Auftritte vor Investoren die wachsende Bedeutung militärischer Anwendungen für die Brennstoffzellen-Technologie. Besonders ein Großauftrag aus der Ukraine sowie eine robuste zivile Nachfrage stützen die positive Entwicklung.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erzielte SFC Energy einen Umsatz von 82,4 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 18,4 Millionen Euro. Laut Reuters und dpa trieb vor allem die verstärkte Nachfrage aus dem Defense-Bereich diese Ergebnisse.

Ein zentraler Faktor war hierbei ein Großauftrag für die Ukraine im Volumen von 42,7 Millionen Euro. Der Auftragsbestand zum Ende des ersten Halbjahres erreichte ein Niveau von 104,9 Millionen Euro, wobei das Management neben dem Sicherheitssektor auch auf eine weiterhin stabile zivile Nachfrage verwies.

Präzisierte Prognose und positive Analystenstimmen

Am vergangenen Mittwoch präsentierte sich das Unternehmen auf den 16. Hamburg Investor Days. Dabei stellte SFC Energy heraus, dass das Segment Defense und Security aktuell schneller wächst als der restliche Markt. Diese Dynamik ermöglichte es der Konzernführung, den Ausblick für das Gesamtjahr 2026 zu konkretisieren.

Das Unternehmen erwartet nun einen Umsatzkorridor zwischen 166 Millionen Euro und 175 Millionen Euro. Beim bereinigten EBITDA wird ein Zielwert von bis zu 34,0 Millionen Euro angestrebt, während die Spanne für das bereinigte EBIT bei 21,5 Millionen Euro beginnt.

Die Analysten bewerten die operative Entwicklung und die angehobenen Ziele überwiegend positiv. Warburg Research bestätigte am vergangenen Montag die Einstufung „Buy“ mit einem Kursziel von 29,00 Euro.

Bereits Mitte August hatte Berenberg das Kursziel für die Aktie auf 27,50 Euro angehoben und ebenfalls eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Auch andere Institute wie die Deutsche Bank Research schlossen sich in der zweiten Monatshälfte mit Kaufempfehlungen der optimistischen Einschätzung an.

Marktreaktion und Kursentwicklung

An der Börse spiegelte sich die operative Stärke im bisherigen Jahresverlauf deutlich wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von 67%. Am vergangenen Freitag schloss die Aktie bei 20,50 Euro, was einem Tagesminus von 2,8% entspricht. Damit notiert der Wert aktuell mit einem Abstand von 17% unter seinem 52-Wochen-Hoch von 24,75 Euro, welches im Mai markiert wurde.

Die Marktstimmung bleibt trotz der kurzfristigen Konsolidierung zum Wochenabschluss durch die starke Auftragslage im Verteidigungsgeschäft geprägt. Das Unternehmen profitiert dabei von der zunehmenden Bedeutung autarker Energieversorgungslösungen in sicherheitskritischen Bereichen.