Shell agiert dieser Tage auf mehreren Schauplätzen gleichzeitig — und das in einem Marktumfeld, das kaum unruhiger sein könnte. Aktienrückkäufe, ein Milliarden-Gaswett in Venezuela und ein neues Explorationsprojekt im Schwarzen Meer: Der Konzern hält Kurs, während der Ölpreis zwischen Geopolitik und Handelskrieg hin- und herpendelt.
Rückkäufe laufen, Ölpreis schwankt
Am 1. April erwarb und löschte Shell rund 2,4 Millionen eigene Aktien im Rahmen des seit Februar laufenden Rückkaufprogramms. Abgewickelt wurde der Kauf über sechs Handelsplätze, darunter die Londoner Börse und Euronext Amsterdam — Morgan Stanley fungiert als unabhängiger Ausführer. Das Programm läuft bis zum 1. Mai.
Das makroökonomische Umfeld bleibt dabei herausfordernd. Brent-Rohöl notierte Anfang April bei rund 112 US-Dollar je Barrel — etwa 34 Dollar mehr als vor einem Jahr, angetrieben durch den Nahost-Konflikt 2026. Gleichzeitig drücken Chinas jüngste Gegenzölle auf die Nachfrageerwartungen: WTI und Brent fielen auf den niedrigsten Stand seit 2021. Shell und TotalEnergies verloren dabei vergleichsweise weniger als Konkurrenten wie Equinor.
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Venezuela und Schwarzes Meer im Fokus
Strategisch setzt Shell auf Gasexpansion. Laut zwei mit den Gesprächen vertrauten Personen verhandelt der Konzern mit der venezolanischen Regierung über die Entwicklung von vier Offshore-Gebieten nahe Trinidad und Tobago. Im Mittelpunkt steht das Dragon-Gasfeld mit 4,2 Billionen Kubikfuß Reserven — eine finale Investitionsentscheidung könnte noch in diesem Jahr fallen. Shell will das venezolanische Gas nach Trinidad transportieren, dort zu LNG verflüssigen und exportieren — ein wichtiger Schritt für das Atlantic-LNG-Projekt, das bislang wegen unzureichender Gasversorgung unter seiner Kapazität arbeitet.
Parallel dazu hat der türkische Staatskonzern TPAO eine Partnerschaft mit Shell für das Khan-Tervel-Explorationsfeld vor der bulgarischen Schwarzmeerküste besiegelt. Shell hält 42 Prozent und ist Betreiber, TPAO-Tochter TPOC kommt auf 33 Prozent, OMV Petrom auf 25 Prozent — vorbehaltlich behördlicher Genehmigung. In einer ersten Phase soll eine 3D-Seismik-Untersuchung von rund 3.900 Quadratkilometern Meeresgrund durchgeführt werden.
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Zahlen und Ausblick
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Shell einen Umsatz von 266,9 Milliarden US-Dollar — ein Rückgang von rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn stieg jedoch um knapp elf Prozent auf 17,8 Milliarden Dollar. Das vierteljährliche Rückkaufvolumen von 3,5 Milliarden Dollar und die zuletzt erhöhte Dividende blieben trotz des Preisdrucks unangetastet. Die Investitionsplanung für 2026 liegt bei 20 bis 22 Milliarden Dollar — konsistent mit den Vorjahren.
Am 7. Mai legt Shell seinen nächsten Quartalsbericht vor. Angesichts des volatilen Ölpreises werden Investoren vor allem auf die Entwicklung des freien Cashflows und die Disziplin bei den Kapitalausgaben achten.
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