Sinkende Ölpreise haben die Shell-Aktie gestern belastet und Medienberichten zufolge auch den Energiesektor unter Druck gesetzt. Am 29. Oktober veröffentlicht Shell die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 und kündigt die zugehörige Zwischendividende an.

Genehmigung für Jackdaw, Verkauf in Nigeria

Die britische Regierung genehmigte am 21. Oktober die Erschließung des Nordsee-Gasprojekts Jackdaw. Betreiber ist Adura, das Gemeinschaftsunternehmen von Shell und Equinor. Shell begrüßte die Entscheidung.

In Nigeria vereinbarte Shell am 13. Oktober den Verkauf seiner gesamten Beteiligung an der Shell Nigeria Gas Group an Vaaris Energy. Das Geschäft umfasst die Gasverteilung für den heimischen nigerianischen Markt. Der Abschluss wird in der ersten Hälfte 2027 erwartet; einen Verkaufspreis nannten die Unternehmen nicht.

Für ausgewählte kurze Unterwasser-Anbindungsleitungen vereinbarte HYDRA SUBSEA am 15. Oktober mit Shell Offshore Inc. eine standardisierte Lösung zur Pipelineinstallation. Als erste Anwendung ist die Gaslift-Leitung von Shells Appomattox-Projekt vorgeschlagen. Dieser Einsatz steht jedoch unter dem Vorbehalt einer gesonderten Bewertung, Genehmigung und Auftragsvergabe.

Erleichterungen bei kanadischen Berichtspflichten

Am 16. Oktober erhielt Shell in Kanada regulatorische Erleichterungen bei bestimmten Offenlegungspflichten für das Öl- und Gasgeschäft. Die Entscheidung betrifft festgelegte Anforderungen nach NI 51-101 sowie damit verbundene Berichtspflichten und bleibt an fortlaufend einzuhaltende Bedingungen geknüpft.

Shell darf stattdessen bestimmte Angaben verwenden, die den Vorgaben der US-Börsenaufsicht SEC entsprechen, und diese bei den kanadischen Aufsichtsbehörden einreichen.

Daneben berichtete die Financial Times, dass Infineum einen Verkauf prüfe. Der von Shell und ExxonMobil unterstützte britische Chemiekonzern werde dabei mit $8 Milliarden bewertet. Der Bericht vom Donnerstag betrifft eine Prüfung bei Infineum, keine von Shell angekündigte Veräußerung.